Die Stadt Zürich lichtet ihren «Schilderwald»
Aktualisiert am 13.01.2012 1 Kommentar
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Über viele Jahre hinweg wurde in der Stadt Zürich ein Verkehrsschild nach dem anderen aufgestellt – und kaum je eine Tafel entfernt. Inzwischen richten sich rund 55'000 Schilder an die Verkehrsteilnehmer. Zu viele, findet die Dienstabteilung Verkehr des Polizeidepartements. Alle nicht zwingend notwendigen Signalisationen und Wegweisungen auf dem Stadtgebiet werden deshalb entfernt. Ein Pilotversuch im Gebiet Segantinistrasse in Zürich-Höngg zeigte eine positive Wirkung, wie es in einer Mitteilung heisst.
Sind die Verkehrsteilnehmer überhaupt noch in der Lage, alle Hinweise zu erfassen? Die Dienstabteilung Verkehr hat die Dichte und die Anzahl an Signalisationen und Wegweisungen kritisch hinterfragt. Mit dem Projekt «Weniger ist mehr – Strassensignalisation in der Stadt Zürich» solle eine sichtbare Reduktion der Signaltafeln auf Stadtgebiet erreicht werden.
Im Zentrum des Projekts «Weniger ist mehr – Strassensignalisation in der Stadt Zürich» steht nebst der Verkehrssicherheit vor allem der Nutzen für die Verkehrsteilnehmer, wie es in der Mitteilung weiter heisst. «So erfolgt beispielsweise die schnellstmögliche Zuführung des Fernverkehrs auf den nächstliegenden Autobahnanschluss mittels Autobahnsymbol ohne Angabe von einzelnen Zielen», erklärt Martin Guggi, Direktor a.i. der Dienstabteilung. Weit entfernte Ziele würden auch auf Hauptstrassen nicht mehr mit Wegweisern angegeben. Ein grosses Reduktionspotential sei auch bei den Signalisationen vorhanden – vor allem in den Quartieren. Statt zahlreichen Einzelsignalisationen werden zukünftig Zonensignalisationen (Tempo-30- und Parkverbotszone) angebracht. (jes)
Erstellt: 13.01.2012, 16:37 Uhr
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