1000 Steuersünder zahlten 50 Millionen nach
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Rund 1000 Steuersünder haben sich im vergangenen Jahr im Kanton Zürich selber angezeigt. Für Kanton und Gemeinden gab es dadurch über 50 Millionen Franken mehr Geld, der Bund erhielt 13 Millionen Franken an Nachsteuern, wie die Finanzdirektion am Mittwoch mitteilte.
Der Bund hatte die «kleine Steueramnestie» 2010 erlaubt. Jeder Steuerpflichtige kann sich einmal in seinem Leben straflos wegen Steuervergehen selbst anzeigen. Im vergangenen Jahr machten rund 1000 Steuerpflichtige im Kanton Zürich davon Gebrauch, im Vorjahr waren es rund 1400.
Vor allem Vermögen versteckt
Wie bereits im Vorjahr verheimlichten drei von vier Steuersündern in ihren Steuererklärungen Vermögenswerte wie etwa Bankkonti, Wertschriftendepots, ausländische Liegenschaften, Stiftungsvermögen, Darlehensguthaben, Bargeld oder Gold.
Bei den restlichen Fällen meldeten die Steuerpflichtige bisher nicht versteuertes Einkommen, insbesondere Löhne, Renten, Alimente sowie Miet- oder Pachterträge. Auch 2011 handelte es sich bei fast allen Steuerhinterziehern um Privatpersonen, Firmen sind praktisch keine dabei.
Im letzten Jahr wurde Schwarzgeld im Umfang von 612 Millionen Franken offengelegt, im Vorjahr waren es 666 Millionen Franken. Das Steueramt bearbeitete sowohl 2010 als auch 2011 je knapp 1000 Fälle. In rund einem Dutzend Fällen betrugen die Nachsteuern mehr als eine Million.
Vor 2010 hatten sich durchschnittlich etwa 350 Zürcher Steuerhinterzieher pro Jahr selbst angezeigt. Diese früheren Selbstanzeigen brachten dem Kanton Nachsteuern von rund 7 Millionen Franken. (khe/sda)
Erstellt: 04.01.2012, 10:02 Uhr
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