Sport

Weisshaupt lässt Olympia sausen

Von Mark Schnegg. Aktualisiert am 29.04.2011

Pamela Weisshaupt hat sich neu orientiert. Die 32-jährige Eggerin will von einer Olympiateilnahme in London 2012 nichts mehr wissen. Nun konzentriert sie sich wieder auf Einsätze im Leichtgewichts-Skiff.

(Archvibild: zvg)

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Noch bis vor Kurzem waren die Olympischen Spiele 2012 in London das erklärte Ziel von Pamela Weisshaupt. Es wäre ihr vierter Anlauf gewesen in ihrer langjährigen Karriere. Nun aber hat sie sich umentschieden. «Es ist mir verleidet, alles nach den Olympischen Spielen auszurichten», sagt die 32-jährige Eggerin. «Ich mag nicht mehr in einem Mannschaftsboot mittun. Ich will aber weiterhin auf hohem Level rudern.»

Sport und Beruf im Einklang

Sie ist deshalb aus dem nationalen Mannschaftskader ausgeschieden, bestreitet aber vortan weiterhin Einsätze in der nichtolympischen Bootsklasse Skiff, in der sie 2008 und 2009 den WM-Titel holte. «Der Alleingang kommt mir entgegen», sagt die Ruderinstruktorin und Betreiberin einer eigenen Ruderschule und begründet ihren Entschluss damit, dass sie nun Sport und Beruf besser koordinieren könne. «So kann ich Trainings- und Erholungsphasen besser planen und muss beruflich nicht zurückstecken.»

Formaufbau mit Verspätung

Die ersten Saisonrennen auf dem Lauerzersee an diesem Wochenende nimmt Weisshaupt mit Handicap in Angriff. Schmerzhafte Muskelverspannungen im Rücken sowie zuletzt eine Erkältung verhinderten einen optimalen Formaufbau. Erst seit zwei Wochen kann sie wieder normal trainieren. «Die Ostertage habe ich zusammen mit meiner Trainerin gut genutzt.» Die Selektion für die Weltcup-Rennen in diesem Sommer hat sie bereits gemeistert. «Nun muss ich den Formaufbau weiter vorantreiben», sagt Weisshaupt, die sich dieses Jahr wieder für die WM qualifizieren will.

«Wenn ich mein Potenzial unter Berücksichtigung der Vorbereitungsphase umsetzen kann, bin ich zufrieden», umschreibt sie ihr Ziel zum Auftakt in der Innerschweiz. «Wenn möglich Edelmetall» soll es dann an den Weltmeisterschaften sein. «Dazu muss ich noch einige Schritte machen. Der Glaube daran, zumindest wieder in den Final zu fahren, ist aber da.» (ZO/AvU)

Erstellt: 29.04.2011, 21:49 Uhr

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