Thomas Fuchs: «Guerdat ist ein vergifteter Reiter»
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Sie waren die letzte Woche bei Steve Guerdat in London. Wie haben Sie den Siegesritt erlebt?
Thomas Fuchs: Für mich, der schon lange im Reitsport dabei ist, war die ganze Woche etwas Spezielles. Die Stimmung war fantastisch und als der zweitletzte Reiter einen Fehler zu verzeichnen hatte, und die Medaille sicher war, war ich sehr nervös. Wir wollten Gold und bekamen es.
Am nächsten Tag waren sie bereits wieder zurück in der Schweiz, um Pferde zu trainieren. Konnten Sie den Erfolg überhaupt geniessen?
Eigentlich hätte ich noch am selben Abend zurückfliegen sollen, ich habe den Flug aber noch umbuchen können. Die Nacht war sehr kurz, zumal mein Flieger um 7 Uhr morgens flog.
Was zeichnet Guerdat aus?
Er ist ein absolutes Ausnahmetalent, ein total vergifteter Reiter. Nicht für 10 Millionen Franken würde er aufhören, das Reiten bedeutet ihm Alles.
Seit fünf Jahren sind Sie sein Trainer. Welchen Anteil haben Sie an diesem Erfolg?
Bei solch einem guten Reiter sind es während des Wettkampfs kleine Dinge, für die ich verantwortlich bin. In London musste ich Steve vor allem etwas bremsen. Auch wenn ich vielleicht nervöser war als er, musste ich versuchen cool zu bleiben, denn Steve wird vor wichtigen Springen ziemlich hektisch.
Guerdat ist also nicht so ruhig und gelassen wie er nach aussen wirkt? Er hat eine aufbrausende Seite. Auch verliert er manchmal die Nerven im Training, wenn das Pferd etwas bockig agiert. So war ich früher auch. Ich sage dann: komm steig ab, wir trainieren zu erst ein anderes Pferd.
Das ganze Interview lesen Sie im ZO/AvU vom Donnerstag, 16. August.
Ist es schwierig den eigenen Sohn zu trainieren?
Ja manchmal. Er hat schneller ein freches Maul (lacht). Er wird in Zukunft auch einmal ins Ausland gehen, um etwas Neues zu sehen und zu lernen. Nur so kommt er weiter. (ZO-Online)
Erstellt: 15.08.2012, 19:42 Uhr
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