Engagement für Brüttenertunnel und Oberlandautobahn
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
SVP-Regierungsrat Ernst Stocker will sich in Bern nicht nur für den Bau der Glattalautobahn, den Ausbau der A1 in Winterthur und die A4 zwischen Andelfingen und Winterthur stark machen. «Weibeln» beim Bund werde er auch für die Aufnahme der Oberlandautobahn und des Hirzels in das Nationalstrassennetz. Höchste Priorität habe dabei die Schliessung der Lücke zwischen Uster und Hinwil, sagte Stocker anlässlich einer Medienkonferenz zu seinen ersten 100 Tagen im Amt.
Beim öffentlichen Verkehr will der Volkswirtschaftsdirektor unbedingt am Brüttenertunnel festhalten. Dieser Tunnel bringe nicht nur eine Kapazitätserhöhung für die S-Bahn zwischen Zürich und Winterthur, sondern reduziere auch die Reisezeit auf der nationalen Ost-West-Achse. Davon profitiere letztlich die ganze Schweiz.
Aus diesem Grunde wehre sich der Regierungsrat gegen einen «Schnellschuss», wie er von der Initiative «Schienen für Zürich» gefordert werde, die am 26. September zur Abstimmung kommt. Stocker zeigte sich zuversichtlich, «dass wir den Brüttenertunnel bekommen werden». Der Kanton Zürich habe gute Verbündete in Bundesbern und auch regelmässig Kontakt mit der SBB.
Freude am Flughafendossier
Besonders gefreut habe er sich auf das Flughafendossier. Dieses sei sehr komplex und eine grosse Herausforderung. Er spüre aber den Willen der Beteiligten, in diesem Dossier vorwärtszukommen - sowohl auf Bundesebene als auch im Kanton Zürich.
Ziel aller Anstrengungen müsse es sein, Rechtssicherheit für die Menschen zu schaffen, die rund um den Flughafen wohnen. Sie müssten endlich wissen, welche Belastungen in Zukunft auf sie zukommen. Rechtssicherheit sei aber auch für den Flughafen wichtig. Er brauche verlässliche Planungsgrundlagen. Der Sachplan Infrastruktur (SIL) und der Richtplan seien die richtigen Instrumente dafür. Klare Erwartungen hat der SVP-Regierungsrat an die Gespräche mit Deutschland. (sda/ple)
Erstellt: 17.08.2010, 09:00 Uhr
