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Druck auf Exportbranche nimmt zu

Aktualisiert am 17.03.2011

Der starke Franken hat das Wachstum der Schweizer Wirtschaft nicht gebremst. Das werde nicht mehr lange so weitergehen, glaubt das Staatssekretariat für Wirtschaft. Auch die nukleare Katastrophe in Japan könnte sich auf den Export auswirken.

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Die Expertengruppe des Bundes für Konjunkturprognosen stellt für 2011 und 2012 eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in der Schweiz in Aussicht. Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in einer Mitteilung schreibt, gehe die Expertengruppe weiterhin davon aus, dass der starke Franken das Exportgeschäft zusehends behindere. Das wiederum werde auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz abkühlen.

 

Bisher hatte der starke Franken das Wirtschaftswachstum nicht tangiert. 2011 und 2012 werde das Bruttoinlandprodukt aber weniger stark wachsen als bisher, schreiben die Experten. Bereits in der letzten Prognose hatten sie eine Abkühlung des Wirtschaftswachstums für die nächsten zwei Jahre angekündigt. Nun hat sie ihre Prognose für 2011 leicht korrigiert. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandprodukt um 2,1 Prozent wachsen (bisherige Prognose 1,5 Prozent), für 2012 bleibt es bei den vorhergesagten 1,9 Prozent.

 

Die Aussichten für die Weltwirtschaft seien mit erheblicher Unsicherheit behaftet, heisst es in der Mitteilung. Die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sei noch nicht gelöst und die Atomkatastrophe in Japan ein grosses Risiko. Sollte die Lage dort eskalieren, seien die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft allerdings nicht gewiss. Diese habe sich im schwierigen Umfeld der letzten Jahre überaus gut behauptet. Die Gründe dafür könnten in den strukturellen Stärken liegen. Als Beispiel führen die Experten eine generell höhere Krisenresistenz der hiesigen Exportwirtschaft an oder die Tatsache, dass wegen der Zuwanderung die Nachfrage im Binnenmarkt steigt. (yba)

Erstellt: 17.03.2011, 09:00 Uhr


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