Blaulicht

Umgestürzte Bäume bei Egg und in Sternenberg

Aktualisiert am 06.01.2012

Unwetter Warnstufe rot für den ganzen Kanton Zürich: Sturmtief Andrea fegte am Donnerstag mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern durchs Oberland. In Egg und Sternenberg sind Bäume umgestürzt.

1/6 Sturmtief Andrea weht Bäume um
Bei Esslingen (Gemeinde Egg) stürzte ein Baum auf die A52.
Leserbild: Ray Kroebl

   

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Bei der Kantonspolizei Zürich sind im Zusammenhang mit den heftigen Windböen seit heute Donnerstagmorgen 30 Meldungen eingegangen. Wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt, sei aber niemand verletzt worden.

Bei den Meldungen handelte es sich hauptsächlich um umgewehte Baustellenabschrankungen und -signalisationen, Werbetafeln sowie umgestürzte Bäume, welche die Fahrbahn blockierten. Auf der A52 bei Esslingen (Gemeinde Egg) ist ein Baum auf die Forchautobahn gestürzt und prallte auf die Führerkabine eines Lastwagens. Die A52 musste vorübergehend in beide Richtungen gesperrt. In Sternenberg stürzte ein Baum auf ein Auto. In beiden Fällen blieben die Lenker der Fahrzeuge unverletzt.

Die Windspitzen in der Region betrugen auf dem Hörnli 127 Stundenkilometer, im Atzmännig 113 Kilometer pro Stunde und am Flughafen Zürich mass man bis 15 Uhr 83 Kilometer pro Stunde.

In Horgen mussten die Berg- und Zürichstrasse sowie der Marktweg und die Forststrasse gesperrt werden, weil die Gefahr besteht, dass Bäume umstürzen.

Warnstufe rot im ganzen Kanton

Inzwischen hat Meteonews für den ganzen Kanton Zürich die Warnstufe rot herausgegeben. Es sei mit Sturmböen zwischen 90 und 110 Stundenikometern zu rechnen - örtlich sogar mit mehr. Ausserdem wird der Wind örtlich von Blitz und Donner begleitet.

In der Nacht auf Freitag nach Mitternacht lassen die Böen nach. Jedoch müsse vorallem im Tösstal gemäss Meteonews mit starkem Schneefall gerechnet werden über 700 Metern über Meer könne es bis Freitagabend 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee geben. Entsprechend müsse man mit gefährlichen Fahrbahnverhältnissen rechnen.

Viele Notrufe bei Schutz und Rettung Zürich eingegangen

In der Stadt Zürich muste die Berufsfeuerwehr wegen dem Sturm mehrmals ausrücken. Im Kreis fünf sei das 120 Meter hohe Baugespann beim Swissmill-Gebäude umgeblasen worden, schreibt die Stadtpolizei Zürich in einer Mitteilung. Seit der Mittagszeit seien die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Reste des Gerüstes zu sichern und zu bergen. Personen seien keine verletzt worden.

168 Stundenkilometer auf dem Pilatus

Auf dem Pilatus mass man heute Donnerstagnachmittag Windspitzen von 168 Stundenkilometern. Von den Flachlandstationen stehen Marthalen und Amsoldingen mit jeweils 113 Kilometern pro Stunde auf Platz eins der Hitliste.

Wegen des Sturmtiefs «Andrea» ist am Donnerstagnachmittag während einer Stunde in Teilen der Gemeinden Flawil und Degersheim der Strom ausgefallen, wie die St. Gallisch- Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) mitteilte. Ein Ast fiel auf eine 20'000-Volt-Leitung.

Dadurch kam es zu einem Kurzschluss. Pikettmonteure konnten den Schaden nach rund einer Stunde beheben und die Stromversorgung wieder herstellen, wie es im Communiqué der SAK heisst.

Wegen starken Winds konnte die Fähre zwischen Romanshorn TG und Friedrichshafen D am Donnerstag aus Sicherheitsgründen nicht verkehren, wie eine Mitarbeiterin der SBS Schifffahrt AG eine Meldung der Online-Ausgabe des «St. Galler Tagblatt» bestätigte.

Im Kanton St. Gallen mussten am Donnerstagnachmittag verschiedene Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume von den Strassen zu räumen, wie Polizeisprecher Hans Peter Eugster auf Anfrage sagte.

Auch im Kanton Thurgau fegte «Andrea» ein Dutzend Bäume um, wie Polizeisprecher Andy Theler auf sda-Anfrage sagte. Angesichts der angekündigten Windstärken seien die Schäden gering ausgefallen.

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(kes/sda)

Erstellt: 05.01.2012, 16:23 Uhr

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