Räuber muss ein Jahr hinter Gitter
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Mit einer Serie von Überfällen und Einbrüchen sorgte eine Jugendbande aus Stäfa Ende 2009 für Angst und Schrecken. Die Bande schlug jeweils in abwechselnder Zusammensetzung zu.
Am 26. November überfielen drei Bandenmitglieder maskiert den Bahnhofskiosk Bubikon, wo sie das Personal mit Schreckschusspistolen drangsalierten und mit 1000 Franken Beute türmten. Zwei Wochen später nahmen die beiden Drahtzieher des Bubiker Überfalls mit einem anderen Komplizen den Bahnhofskiosk Männedorf ins Visier. Frühmorgens drangen sie in das Lokal ein, bedrohten die Kioskfrau und flüchteten mit rund 8000 Franken Beute. Kurz darauf konnte die Polizei die Bande verhaften.
Ende April mussten die vier jungen Männer aus dem Balkan vor dem Bezirksgericht Hinwil antraben. Dabei ging es nicht nur um die Kiosküberfälle: Die beiden Haupttäter mussten sich zusätzlich wegen eines Einbruchs in einen Stäfner Kebab-Stand verantworten; zudem hatte einer der beiden in einer Stäfner Bar 500 Franken aus der Barkasse geklaut. Einer der Mitläufer stand auch wegen Betrugs vor Gericht: Er hatte Majoran in Säckchen abgepackt und die beinahe wertlose Ware in Zürich als Marihuana verkauft - zu 50 Franken pro Säckchen.
Bereits als Schläger aufgefallen
Am Montag hat das Hinwiler Bezirksgericht sein Urteil bekannt gegeben. Für die beiden Drahtzieher der Kiosküberfälle setzte es eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren fest, wobei einer der heute 19-Jährigen nur sechs Monate verbüssen muss. Für seinen Kollegen sieht es schlechter aus: Er muss ein Jahr absitzen. Grund dafür dürfte die Tatsache sein, dass der Kosovare einschlägig vorbestraft ist.
Im September 2008 hatte er einen jungen Mann in Meilen niedergeschlagen und ausgeraubt. Dafür hatte er vom Bezirksgericht Meilen eine Gefängnisstrafe von zwölf Monaten kassiert, die er zur Hälfte in Halbgefangenschaft verbüssen konnte; der Rest wurde ihm bedingt erlassen.
Zwölf statt sechs Monate
Das Bezirksgericht Hinwil hat zwar darauf verzichtet, die Vorstrafe vollziehen zu lassen. Dafür schickte es den jungen Mann für seine neuen Delikte gleich zwölf Monate hinter Gitter - statt nur sechs, wie der Staatsanwalt beantragt hatte. Glimpflicher kamen die beiden Mitläufer weg: Der ebenfalls vorbestrafte Majoran-Dealer, der am Kioskraub in Männedorf beteiligt war, erhielt eine bedingte Strafe von eineinhalb Jahren. Der vierte Räuber wurde zu einem Jahr bedingt verurteilt. Dies, obwohl die beiden Mitläufer nach dem Willen des Staatswanwalts sechs Monate absitzen hätten sollen. (zsz)
Erstellt: 10.08.2010, 09:00 Uhr




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