Paul Stopper aus Heimatschutz-Vorstand geworfen
Aktualisiert am 23.01.2012 2 Kommentare
Artikel zum Thema
- Fraktionspräsidenten vereinen sich gegen Paul Stopper
- Gerangel um Kanti-Provisorium
- Paul Stopper will Umplatzierung des Kanti-Provisoriums
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
An seiner ausserordentlichen Generalversammlung vom Samstag in Winterthur hatte der Zürcher Heimatschutz Delikates zu besprechen: Wie die «NZZ» berichtet, wollte eine Gruppe von Kritikern des bestehenden Leitungsgremiums die Wiederwahl von Vorstandsmitglied Paul Stopper und einiger seiner Getreuen verhindern. Sie werfen dem Ustermer vor, ein «notorischer Querulant» zu sein, der stets Streit suche und dadurch eine konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand verunmögliche. Die Winterthurer Sektion um Beat Schwengeler forderte daher eine Erneuerung.
Die Versammelten wählten schliesslich Stopper und andere Vorstandsmitglieder aus dessen Lager mit klarem Mehr ab. Stattdessen wurden acht neue Personen in die Verbandsspitze berufen. Präsident Ulrich Ruoff wurde bestätigt.
Damit verbleiben neben Ruoff lediglich die beiden Zürcher Markus Fischer und Eduard Guggenheim im Vorstand. Neu gewählt sind Beat Schwengeler, Präsident der Sektion Winterthur, Thomas Boller (Zürich), Christian Coradi (Zürich), Christoph Dubs (Winterthur), Kurt Kübler (Winterthur), Thomas Müller (Zürich), Alexander Proff (Meilen) und Jan Smit (Bonstetten).
Keine Kurskorrektur
Grosse Änderungen seien jedoch künftig nicht zu erwarten. Wie die «NZZ» erklärt, wollen die Drahtzieher der Neuerung um Beat Schwengeler endlich Ruhe in den Zürcher Heimatschutz einkehren lassen. Mit Stopper sei «die Zusammenarbeit aus zwischenmenschlichen Gründen nicht mehr möglich, eine Kurskorrektur des Zürcher Heimatschutzes aber nicht zu erwarten, höchstens eine leichte Öffnung, weil im neuen Vorstand wieder mehr Architekten sind».
Das abgewählte Vorstandsmitglied Jürg Fischlin verteidigt Stopper gegenüber der «NZZ»: «Dass er ein Querulant sei, sagt eine Minderheit des alten Vorstandes – die Mehrheit pflegte mit ihm eine angenehme Zusammenarbeit.» Stopper selber empfinde die Abwahl als «Putsch»: «Die Vorstandsmitglieder, die bleiben, waren in der alten Zusammensetzung die Unterlegenen – jetzt haben sie die kritischen Stimmen hinausgedrängt.»
Paul Stopper hatte zuletzt mit seinem Rekursaufruf gegen das Kanti-Provisiorium in Uster auf sich aufmerksam gemacht (wir berichteten). (khe)
Erstellt: 23.01.2012, 18:35 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
2 Kommentare
JUDIHUI!! Endlich hat man den Mut den Querulanten Stopper zu bremsen. Sicher tat Hr. Stopper auch wenig Gutes, aber die negativen Erinnerungen überwiegen sehr. Es sollte endlich abdanken und sich zurück ziehen. Sicher würde dieser Entscheid grossmehrheitlich gefeiert. Stopper weg, endlich RUHE, oder erst, wenn seine letzte Glocke ertönt? Ich hoffe es, auch für ihn, nicht. Antworten
uiuiuiui... Jetzt geht's ab. Zerfleischen sich gegenseitig. Mal sehen ob das wirklich was Positives bringt. Denn Querulanten braucht es meistens, um etwas voran zu bringen, respektive, um sich gegen die Aufweichung durch zuviel Kompromisse zu stemmen. Leider kenn ich die Leute nicht und kann darum nicht wirklich beurteilen, ob sachlich zu Recht abgewählt oder aus Befindlichkeitsgründen. Antworten

Bitte warten


Angemeldet mit Facebook