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Gerangel um Kanti-Provisorium

Von Christian Brütsch. Aktualisiert am 08.01.2012

Paul Stopper sucht im Namen der Gesellschaft für Natur- und Vogelschutz Uster Mitstreiter für eine Einsprache gegen das Kanti-Provisorium. Ein Rekurs könnte das Bauprojekt wesentlich verzögern.

Das Provisorium der Kantonsschule Glattal soll in den Park kommen. (Bild: Nicolas Zonvi)

Das Provisorium der Kantonsschule Glattal soll in den Park kommen. (Bild: Nicolas Zonvi)

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«Es muss davon ausgegangen werden, dass der ganze wertvolle Baumbestand gefällt wird. Der Park würde damit zerstört.» – «Alles in allem sind die Gehölze auf dem Gelände nicht von ­grosser Vielfalt und nicht von grossem ökologischem Wert. Zusammen mit den verbleibenden Einzelbäumen bleibt ein parkähnlicher Charakter erhalten.» Zwei Aussagen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und beide betreffen das gleiche Bauvorhaben: das Provisorium der Kantonsschule Glattal an der Krämerackerstrasse in Uster.

Andere Lösung ist möglich

Die erste Aussage machte Paul Stopper, Präsident der Gesellschaft für ­Natur- und Vogelschutz Uster (GNVU). Er kann nicht begreifen, dass das Bauprojekt in einen seit 1972 bestehenden und durch den Gestaltungsplan Hoh­furen eigentlich geschützten Park zwischen die Bäume zu liegen kommen soll. «Es hat genügend Freiflächen auf dem gleichen Areal, um den proviso­ri­schen Schulraum bauen zu können», ist er überzeugt. Aus diesem Grund hat er Varianten gezeichnet, die eine andere Anordnung der Pavillons vorsehen.

Hanspeter Schneider, Direktor des Bildungszentrums, zeigt sich wenig erfreut über die Vorschläge Stoppers. Sie seien mit der weiteren Planung und Bautätigkeit für die definitive Kantonsschule nicht vereinbar. Zudem sei die Behauptung, der Park werde zerstört, aus der Luft gegriffen. «Es müssen lediglich sieben von rund dreissig Bäumen gefällt werden. Wenn das Projekt noch da und dort etwas angepasst würde, könnten eventuell nochmals drei bis vier Bäume stehen bleiben.»

Stopper entgegnet, dass die sieben angesprochenen bloss diejenigen Bäume sind, die zwingend gefällt werden müssten. Die übrigen Bäume und Hecken würden dann während der Bauarbeiten wegen Fundamenten, Rampenvorbauten oder Zu- und Abwasserleitungen gefällt.

Hanspeter Tschanz vom Amt für Landschaft und Natur hat einen Augenschein vor Ort vor­genommen. Neben der eingangs erwähnten ­Beurteilung schlägt er zuhanden der Baudirektion vor, dass die Bäume, die bleiben, so geschützt werden müssten, dass sie bei den Bauarbeiten keinen Schaden nehmen. Weiter empfiehlt er, dass «die Fichten – selbst wenn sie den Gebäuden nicht im Weg stehen – bis auf ein, zwei Exemplare gefällt werden». Auch die Hecken sollen ausgelichtet und damit aufgewertet werden.

Einsprecher gesucht

Um der Zerstörung des Parks vorzubeugen, müsste zumindest eine Einsprache gemacht werden. Die GNVU ist dazu aber nicht berechtigt, auch wenn sie den Baurechtsentscheid verlangte. «Insgesamt elfmal wurde der Entscheid verlangt», erklärt Stadtpräsident Martin Bornhauser. Die GNVU sucht nun das Gespräch mit den Berechtigten. Mittels Brief wurde das Bild des zerstörten Parks kolportiert. Die abschliessende Frage lautete: «Ich möchte Sie anfragen, ob sich unsere Anliegen mit den Ihrigen decken.» Unterzeichnet hat den Brief Paul Stopper.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Montag, 9. Januar. (ZO/AvU)

Erstellt: 08.01.2012, 19:19 Uhr

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Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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