Fraktionspräsidenten vereinen sich gegen Paul Stopper
Aktualisiert am 10.01.2012 4 Kommentare
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Paul Stopper ist nicht glücklich darüber, dass das Provisorium der Kantonsschule Glattal ausgerechnet im Park an der Krämerackerstrasse in Uster errichtet werden soll. Der Präsident der Gesellschaft für Natur- und Vogelschutz Uster GNVU möchte, dass der Pavillon umplatziert wird. Und er fordert dazu auf, Rekurs gegen das Bauvorhaben im Park einzureichen (wir berichteten).
Das ruft nun die Fraktionspräsidenten des Ustermer Gemeinderats auf den Plan. In einem offenen Brief fordern sie Stopper dazu auf, auf einen Rekurs zu verzichten.
Kanti hat höchste Priorität
«Allen Fraktionen des Gemeinderats Uster ist es ein sehr grosses Anliegen, dass die Kantonsschule sobald als möglich – auch wenn es vorerst nur in einem Provisorium ist – nach Uster verlegt wird», schreiben Claudia Bekier (SVP/EDU), Balthasar Thalmann (SP), Benno Scherrer Moser (GLP/EVP/CVP), Cla Famos (FDP/JFU) und Thomas Wüthrich (Grüne) in ihrem Brief. «Wir wären sehr enttäuscht, wenn auf Anregung des GNVU ein Rekurs gegen das Bauvorhaben eingereicht würde. Es ist allgemein bekannt, dass das Vorhaben unter hohem zeitlichen Druck steht und ein Rekurs das Ganze verzögern könnte.»
Die Fraktionspräsidenten sind zwar der Meinung, «dass eine zeitliche Dringlichkeit keine Begründung ist, über rechtliche Aspekte hinwegzusehen». Für Uster als Wohnstandort, für die Identität der Stadt und für eine vielfältige Bildungslandschaft in Uster sei das Kanti-Provisorium aber von höchster Priorität. Seit Jahren setze sich die Politik schon dafür ein.
Lösungsvorschläge im Sinne ökologischer Vielfalt
Die Fraktionspräsidenten stufen das Interesse am Provisorium als so hoch ein, dass sie bereit sind, «einige Jahre auf einen Freiraum in diesem weiterhin ‹grünen Raum› zu verzichten». Dieser temporäre Verzicht sei auch deshalb zu vertreten, weil derzeit weder das Areal Hofuren, noch das Zellwegerareal vollständig überbaut seien.
Aus naturschützerischer Sicht sind die Fraktionspräsidenten der Überzeugung, dass mit der engen Begleitung der Fachstelle Naturschutz das Vorhaben «kompetent» begleitet werde. Die Fachstelle verstehe es, auch in komplexen Situationen «konstruktive Lösungsvorschläge im Sinne der ökologischen Vielfalt» zu finden. Dies sei auch vorliegend offensichtlich getan worden. «Wir sehen daher keine berechtigten Gründe, gegen das Kantiprovisorium zu rekurrieren und so das ganze, wichtige Projekt für Uster und die Region leichtfertig aufs Spiel zu setzen», heisst es im Brief.
Verzicht auf Rekurs
Dass man öffentlich nach Rekurrenten suche, empfinden die Fraktionspräsidenten als stossend. Sie fordern Stopper eindringlich auf, auf seine Bemühungen zur Suche einer möglichen rekurrierenden Partei zu verzichten.
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Mittwoch, 11. Januar (rsc)
Erstellt: 10.01.2012, 15:46 Uhr
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4 Kommentare
Ich kann mir nicht vorstellen, dass junge und verantwortungsvolle Eltern für einen Rekurs zu gewinnen sind. Die Zeit von Herrn Stopper ist nun eher beim Ende als beim Anfang - da kümmert es ihn wenig, was mit der jungen Generationen geschehen soll. Schade. Antworten

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