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Zeppelin landet in Mönchaltorf
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Ein Luftschiff braucht Platz: ein freies Feld von rund 200 Metern Länge und Breite sollte es sein. Denn der moderne «Zeppelin NT», welcher in zwei Wochen für Rundfahrten nach Zürich in Mönchaltorf Halt macht, ist 75 Meter lang. «Wenn er am Boden ist, muss er sich auf einem Radius von 80 Metern frei um den Bug drehen können», erklärt Reto Seipel, der Präsident des Vereins «Gate 11», welcher die Fahrten organisiert.
Der Zeppelin wird Mönchaltorf während zweier Tage am 24. und 25. August 30-mal anfahren. Wenn er betankt wird sowie über Nacht wird er an einem Ankermast befestigt, der auf einem schweren Lastwagen montiert ist. Tagsüber wird eine Bodenmannschaft den Zeppe-lin bei seinen Zwischenstopps unterhalten sowie die Passagiere betreuen. In der Nacht wird er bewacht. Die Aussstattung im Innern des Zeppelins ist sehr modern. Die Passagiere sitzen auf Flugzeugsitzen und können durch grosse Fenster das Panorama geniessen.
Die exklusiven Fahrten sind?allerdings bereits ausgebucht. «Die Tickets gingen vor allem durch Mund-zu-Mund weg», sagt Seipel. Rund die Hälfte der insgesamt 300 Passagiere hatten ihr Ticket bereits letztes Jahr gekauft. Damals sollte der Zeppelin in Opfikon starten und landen. Das Luftschiff war als Hauptattraktion der Opfiker Gewerbemesse 2011 geplant. Die Messe fand jedoch infolge von zu wenig Ausstellern nicht statt. Die Fahrten werden nun trotzdem durchgeführt, weil bereits viele Tickets abgesetzt waren. Weil im Gebiet Glattpark unterdessen gebaut wird, startet der Zeppelin in diesem Jahr ab Mönchaltorf.
Gewicht ist entscheidend
Eine Chance auf Tickets für eine der halbstündigen Rundfahrten über Fällanden und Dübendorf nach Zürich und zurück über die Forch nach Mönchaltorf bietet sich Kurzentschlossenen noch. Dann nämlich, wenn das Wetter für Fahrten gut genug ist, die Temperaturen aber nicht zu heiss sind. «Wenn es heiss ist, können wir weniger Passagiere aufnehmen», sagt Seipel. Sowieso ist?es für die Fahrt des Luftschiffs wichtig, dass das Gewicht konstant bleibt. Vollgetankt können deswegen nur 11, ansonsten 12 Passagiere einsteigen. Und beim Aussteigen dürfen immer nur zwei Passagiere gleichzeitig den Zeppelin verlassen. Danach steigen zwei Leute ein bevor die nächsten aussteigen.
Kulanter Landwirt
Auf die Idee, den Start- und Landeplatz nach Mönchaltorf zu verlegen kam Berufspilot Reto Seipel, als er in der Luft war: «Ich kenne das Gebiet am südlichen Greifensee und wusste, dass es sich perfekt eignet», sagt er. Nachdem erste Verhandlungen mit dem Flugplatz Dübendorf gescheitert waren, kontaktierte Seipel den Landwirten Jürg Hofmann, welcher das Land im Seehof bewirtschaftet. «Das Feld eignet sich ideal», sagt er. Hofmann habe sich von der Idee begeistern lassen und für eine Schadensgarantie sowie zwei Gratistickets gerne Hand geboten für das Projekt. (regio.ch)
Erstellt: 08.08.2012, 19:50 Uhr
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