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Thomas Heiniger: «Ich habe entschieden zu bleiben»

Von Andres Eberhard. Aktualisiert am 01.08.2012

Der Zürcher Regierungsrat Thomas Heiniger sprach in Mönchaltorf darüber, wie kleine und grosse Entscheide gefällt werden – und wie unterschiedlich dies Menschen tun.

1/39 1. August 2012 im Bezirk Uster
Regierungsrat Thomas Heiniger hielt seine 1. August-Rede in Mönchaltorf.
Bild: Nicolas Zonvi

   

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Der Buechholzhügel in Mönchaltorf ist klein. Kaum fünfzig Schritte geht man hoch. Und doch eignet sich die Anhöhe wegen der «heimeligen» Stimmung derart gut für Bundesfeiern, dass sie gestern von den Rednern gleich mehrfach in «1. August-Hügel» umbenannt wurde.

Als Gastredner hatte die Gemeinde den Zürcher Regierungsrat Thomas Heiniger (FDP) eingeladen, welcher während mehr als 20 Jahren im Stadtrat von Adliswil sass; über die Hälfte davon als Stadtpräsident. «Ich bin gerne hier», sagte Heiniger gleich zum Auftakt seiner Rede. Und doch gab er zu, dass der Entscheid, in Mönchaltorf zu sprechen, ein recht einfacher gewesen sei: «Ich nehme jedes Jahr nur eine einzige Einladung an. Immer die erste, die kommt.»

Blitschnell oder abgewägt

Heiniger benutzte dieses Beispiel, um in seiner Rede über das Thema Entscheiden generell zu sprechen. Dabei seien die Präferenzen der Menschen, wie sie zu einem Entscheid kommen, sehr verschieden. «Als Politiker kann ich immer abwägen, bin also nur in der Phase vorher unsicher, nie aber beim Entscheid selbst», sagte er. Andere müssten aber innert einer einzigen Sekunde entscheiden, und unter Umständen hänge davon ein Menschenleben ab. Der Zürcher Gesundheitsdirektor erzählte, wie er diesen Frühling während eines Tages mit dem Notfalldienst 144 unterwegs war. «Ich war beeindruckt, wie diese Leute blitzschnell entscheiden und doch gelassen handeln», sagte er.

Schliesslich liess der prominente Gastredner auch den politischen Entscheid nicht ausgeklammert. «In diesem Land haben wir das Privileg mitentscheiden zu können», sagte er. Er appellierte an die anwesenden Gäste, von diesem Recht Gebrauch zu machen: «Es ärgert mich, wenn ich höre, wie manche ’von denen in Bern’ reden, ohne sich selber an der Nase zu nehmen.»

Ein bisschen Stolz musste sein

Wie es sich gehört, verleihte Heiniger – wenn auch weniger deutlich als andere – seinem Stolz auf die Heimat Ausdruck, als er zum Schluss seiner Rede kam. «Ich habe nicht selber entschieden, dass ich hier geboren wurde. Aber ich bin dankbar dafür. Und ich habe entschieden zu bleiben.»

Gemeindepräsidentin Annemarie Beglinger bedankte sich bei Heiniger mit einer aus den Ferien mitgebrachten Bündner Nusstorte und einem Lob: «Mit der Rede hat Thomas Heiniger aufgezeigt, dass es wichtig ist, grosse Entscheide gemeinsam zu fällen.»

Mehr zu den Bundesfeiern gibt es im Dossier und im ZO/AvU vom Donnerstag, 2. August. (ZO/AvU)

Erstellt: 01.08.2012, 22:32 Uhr

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