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Keine Stiefkind-Adoption für Lesbenpaar aus Greifensee

Aktualisiert am 09.05.2011 2 Kommentare

Das lesbische Paar Martina Scheibling und Maria Von Känel aus Greifensee ist mit dem Antrag der Stiefkindadoption vor dem Bundesgericht abgeblitzt.

Maria Von Känel (links) und Martina Scheibling mit ihren Kindern Sina und Iven. (Archivbild: David Kündig)

Maria Von Känel (links) und Martina Scheibling mit ihren Kindern Sina und Iven. (Archivbild: David Kündig)

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Als erstes gleichgeschlechtliches Paar in der Schweiz haben Martina Scheibling und Maria Von Känel aus Greifensee ein Gesuch zur Stiefkindadoption eingereicht (wir berichteten). Das war vor einem knappen Jahr. Jetzt hat das Bundesgericht entschieden, eine Adoption ist so nicht möglich. Dies ist einer gemeinsamen Mitteilung diverser Lesben- und Schwulenorganisationen zu entnehmen.

Das Bundesgericht führte ins Feld, dass gegenüber heterosexuellen Paaren keine Diskriminierung besteht, da auch für diese eine Adoptionsfrist von fünf Jahren besteht. Von Känel und Scheibling leben aber erst seit drei Jahren in eingetragener Partnerschaft. Da eingetragene Parterschaften aber erst seit 2007 möglich sind, sprechen Lesben- und Schwulenorganisationen nach wie vor von Diskriminierung.

Besuchsrecht kann verweigert werden

Beide Frauen möchten das Kind ihrer Partnerin adoptieren, um den Kindern im Falle des Todes der leiblichen Mutter eine rechtliche Sicherheit zu geben. Zurzeit besagt das Partnerschaftsgesetz aber, dass die Vormundschaftsbehörden die Möglichkeit haben, das Kind im Falle des Ablebens der leiblichen Mutter nicht bei der Co-Mutter zu lassen oder bei einer Trennung das Besuchsrecht zu verweigern, weil keine biologische Verwandschaft besteht. Der Bundesgerichtsentscheid sützt diese Theorie.

Kundgebung für Gesetzesänderung

Weil die Lesben- und Schwulenorganisationen den Bundesgerichtsentscheid nicht akzeptieren wollen, findet am Samstagnachmittag, 7. Mai, auf dem Bundesplatz in Bern eine Kundgebung statt. Die Organisationen verlangen eine Anpassung des geltenden Rechts.

Noch sind im Parlament zwei Motionen hängig, die nächstens beraten werden. SP-Nationalrat Mario Fehr verlang die Zulassung der Stiefkindadoption für Lesebn und Schwule in eingetragener Partnerschaft. Die grüne Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber will die Adoption für Homosexuelle generell erlauben. (kes)

Erstellt: 05.05.2011, 13:49 Uhr

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2 Kommentare

Georges Müller

05.05.2011, 14:26 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Jeder gesellschaftliche Fortschritt muss erkämpft werden, ganz besonders in der traditionalistischen Schweiz. Mit dem Frauenstimmrecht und der Mutterschaftsversicherung hat es auch gedauert, und schliesslich setzte sich durch, was richtig ist. Ich halte den beiden Frauen jedenfalls die Daumen. Einfach nicht aufgeben! Antworten


peter stoffel

06.05.2011, 00:22 Uhr
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ja, leider kann jedes alv-beziehendes alkoholikerpaar n ungewünschte kinder auf die welt stellen - und ein ach so böses lesbenpaar welches ihr kind bestimmt lieben würden darf keines adoptieren... toll... Antworten



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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 4861
Einwohner pro km2 2086.3
Einwohner Entwicklung -0.2
Wanderungsgewinn -9.1
Geburtenüberschuss 7.4
Ausländeranteil 15.2%
Anteil Einwohner 0-19 25.3%
Einwohneranteil 20-64 65%
Einwohneranteil 64+ 9.7%
Anzahl Privathaushalte 2162
Anzahl Personen pro Haushalt 2.4

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 88,3%
Zweithäufigste Französisch 1,7%
Dritthäufigste Italienisch 1,5%

Fläche

Fläche 2.3 km2
Anteil Siedlungsfläche 44.6%
Anteil Landwirtschaftsfläche 37.3%
Anteil Wald und Gehölze 11.6%
Anteil unproduktiver Fläche 6.4%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 11.1%
Sekundarstufe II 56.4%
Tertiärstufe 29.1%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 80.3%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 1.92%
Beschäftigte im 1. Sektor 21
Beschäftigte im 2. Sektor 557
Beschäftigte im 3. Sektor 548
Betriebe im 1. Sektor 7
Betriebe im 2. Sektor 21
Betriebe im 3. Sektor 99

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.54
Wohneigentumsquote 27%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 0.2
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 3.99%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 32.7%
Privatwagenbenutzer 40.6%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 78.2%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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