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Auch der Samichlaus zahlt Steuern

Von Olivier Leu. Aktualisiert am 21.12.2011

René Frick kam bei der Gemeinde Greifensee nicht gut an. Als Samichlaus wollte er seinem Unmut Luft machen.

Der Samichlaus war im Gemeindehaus Greifensee nicht willkommen. René Frick ist enttäuscht. (Bild: Nicolas Zonvi)

Der Samichlaus war im Gemeindehaus Greifensee nicht willkommen. René Frick ist enttäuscht. (Bild: Nicolas Zonvi)

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«Jedes Mal, wenn Schmutzli und Samichlaus auf dem Nachhauseweg sind, erfreuen sie sich an herzerwärmenden Beleuchtungen», sagt René Frick, passioniertes Mitglied der Sankt-Nikolaus-Gesellschaft der Stadt Zürich. Nur wenn sie nach Greifensee kämen, würden ihre Gesichter lang. «Die Dunkelheit im Dorf ist in der Weihnachtszeit nur mit schwerem Herzen hin­zunehmen», findet der Greifenseer. Er ist Initiant des Chlausbesuchs beim Gemeindepräsidenten vom letzten Donnerstag.

Der Besuch hatte aber noch einen weiteren Grund: Die ­Gemeinde plant, elektronische Info-Tafeln aufzustellen.

Warten auf LED-Technik

Mit den Anzeigen sollen Autofahrer an den Dorfeingängen aktuelle Informationen über Vereinsanlässe oder Gemeindeversammlungen erhalten. Viele Greifenseer haben daran wenig Freude, wie ein Blick ins Forum der Internetseite www.greifensee.ch zeigt.

Gemeindepräsident Beat Brand versteht die Aufregung nicht. «Das Geschäft liegt zurzeit beim Gemeinderat», sagt er. «Da ist noch nichts beschlossen.»

Den Samichlaus-Besuch ­bezeichnet Brand als «Lausbubenstreich». «Die Info-Tafeln haben nichts mit der Weihnachtsbeleuchtung zu tun.» Letztere ist aber auch ihm ein Anliegen. «Auch der Gemeinderat möchte eine Weihnachtsbeleuchtung», sagt er. Vor allem an der Stationsstrasse kann er sich eine solche vorstellen. «Aus ökologischen Gründen warten wir aber noch auf die LED-Technik.»

«Lasst unsern Ort erstrahlen»

Frick wollte am Donnerstag auch Lob ins Gemeindehaus bringen – und ein Versli: «… drum bitte ich den edlen Rat, schreitet endlich nun zur Tat. Lasst unsern Ort erstrahlen und nicht für Elektroniktafeln zahlen», steht darin. Als Steuerzahler wolle er mit­bestimmen, wofür die Gemeinde das Geld ausgebe, sagt Frick. (regio.ch)

Erstellt: 21.12.2011, 20:38 Uhr

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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 4861
Einwohner pro km2 2086.3
Einwohner Entwicklung -0.2
Wanderungsgewinn -9.1
Geburtenüberschuss 7.4
Ausländeranteil 15.2%
Anteil Einwohner 0-19 25.3%
Einwohneranteil 20-64 65%
Einwohneranteil 64+ 9.7%
Anzahl Privathaushalte 2162
Anzahl Personen pro Haushalt 2.4

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 88,3%
Zweithäufigste Französisch 1,7%
Dritthäufigste Italienisch 1,5%

Fläche

Fläche 2.3 km2
Anteil Siedlungsfläche 44.6%
Anteil Landwirtschaftsfläche 37.3%
Anteil Wald und Gehölze 11.6%
Anteil unproduktiver Fläche 6.4%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 11.1%
Sekundarstufe II 56.4%
Tertiärstufe 29.1%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 80.3%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 1.92%
Beschäftigte im 1. Sektor 21
Beschäftigte im 2. Sektor 557
Beschäftigte im 3. Sektor 548
Betriebe im 1. Sektor 7
Betriebe im 2. Sektor 21
Betriebe im 3. Sektor 99

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.54
Wohneigentumsquote 27%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 0.2
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 3.99%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 32.7%
Privatwagenbenutzer 40.6%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 78.2%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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