Piccard will in Dübendorf bleiben
Von Fabienne Würth. Aktualisiert am 28.10.2011 2 Kommentare
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- «Solar Impulse» wird in Dübendorf gebaut
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Zwischen 300'000 und 400'000 Franken Miete pro Jahr fordert der Bund neu von «Solar Impulse», dem Projekt von Bertrand Piccard und André Borschberg, für die Benützung eines Hangars auf dem Militärflugplatz Dübendorf (wir berichteten). «Wenn wir für den Hangar auf dem Militärflugplatz Dübendorf tatsächlich bis zu 400'000 Franken Jahresmiete zahlen müssen, können wir uns den Standort für ‹Solar Impulse› nicht mehr leisten», sagt Piccard, der zusammen mit Borschberg dort das revolutionäre Solarflugzeug baut, mit dem die beiden im Frühling 2013 die Erde umrunden wollen.
Luftfahrtpionier Piccard, der 1999 als erster Mensch in seinem Heissluftballon Breitling Orbiter III um die Erde fuhr, fügt an: «Wir fragen uns, ob das Ganze einfach ein Missverständnis nach dem Austritt von Moritz Leuenberger aus dem Bundesrat ist.» Denn seit Mietbeginn im Jahr 2007 wurden den Projektverantwortlichen jeweils nur die Nebenkosten für die Benutzung des Dübendorfer Hangars in Rechnung gestellt. «Als Gegenleistung hatten wir mit Moritz Leuenberger vereinbart, dass der Bund unentgeltlich Werbung mit ‹Solar Impulse› machen kann», so Piccard.
Mietvertrag ausgelaufen
Wie hoch der vom Bund geforderte jährliche Mietbetrag tatsächlich ist, schwankt je nach Quelle: Während Piccard «von 350'000 bis 400'000 Franken» spricht, informiert die Vermieterin Armasuisse Immobilien, dass der exakte Betrag zwischen 300'000 und 400'000 Franken liege. Warum der Bund nun «die hohle Hand macht», wie es Piccard in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» Anfang Oktober nannte, dazu sagt Silvia Steidle, Sprecherin vom VBS: «Das VBS hat das Projekt ‹Solar Impulse› in seiner Startphase in den vergangenen Jahren sehr stark unterstützt – Piccard musste während dreier Jahre keine Miete bezahlen.»
Nachdem der Mietvertrag zwischen «Solar Impulse» und Armasuisse Ende 2010 ausgelaufen ist, sei man seit Herbst 2010 mit «Solar Impulse» in Kontakt, so die VBS-Sprecherin weiter. Man habe einen befristeten Mietvertrag bis Ende 2013 unterbreitet, der noch nicht unterzeichnet sei. «Das VBS muss private Nutzer von militärischen Infrastrukturen grundsätzlich gleich behandeln. Daher erachten wir es nicht mehr als vertretbar, die Infrastrukturen in Dübendorf unentgeltlich zur Verfügung zu stellen», so Steidle. Natürlich trage man dem besonderen Charakter des Projekts auch weiterhin Rechnung: «Die Offerte für die neue Miete sieht keine vollständige Verrechnung aller Leistungen vor, somit würde ‹Solar Impulse› auch weiterhin durch das VBS unterstützt.»
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Samstag, 29. Oktober. (ZO/AvU)
Erstellt: 28.10.2011, 21:24 Uhr
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