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Hochhaus Giessen kommt vors Volk

Aktualisiert am 16.08.2011

Der Souverän soll entscheiden, ob Dübendorfs markantestes Gebäude ein 114 Meter hoher Turm sein soll. Die Volksabstimmung kommt zustande, weil 14 Dübendorfer Ratsmitglieder das Behördenreferendum eingereicht haben.

Der Turm innerhalb des Gestaltungsplans Giessen stösst nicht auf viel Wohlwollen. (Visualisierung: zvg)

Der Turm innerhalb des Gestaltungsplans Giessen stösst nicht auf viel Wohlwollen. (Visualisierung: zvg)

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Der Gemeinderat hiess den Gestaltungsplan Giessen mit dem 114 Meter hohen Turm zwar gut (wir berichteten), jedoch wurden bereits damals Bedenken laut. Nun steht fest: der umstrittene Bau kommt vors Volk. Dies deshalb, weil gemäss einer Mitteilung der Stadt Dübendorf 14 Ratsmitglieder beim Gemeinderatspräsidenten das Behördenreferendum eingereicht haben. Dies zieht automatisch eine Volksabstimmung nach sich.

Weiter haben die Givaudan und die Amag ebenfalls Einsprachen eingerecht. Diese würden aber gemäss dem Baurekursgericht des Kantons Zürich sistiert bis die Volksabstimmung erfolgt ist. Sollte der Souverän den Turm nicht billigen, würden auch die weiteren Einsprachen hinfällig. Das büro des Gemeinderates hat nun den Stadtrat mit der Durchführung einer Volksabstimmung beauftragt.

Bemängelt wird seitens der Referenden, dass eine längerfristige Perspektive hinsichtlich Nutzungs- und Bevölkerungsstrukturen nicht erkennbar seien. Sie befürchten, dass diese Art von Wohnen vorallem Menschen anzieht, die zwar in Dübendorf wohnen, jedoch mit der Geminde ansonsten nichts zu tun haben wollen, wie das Referendumskomitee in einer Mitteilung schreibt.

Allfällige Hort- und Schulplätze, die nötig wären für die Zugezogenen, seien nicht eingeplant und ausserdem stellen sie in Frage, wie inmitten industrieller Bauten und sechsspuriger Strassen ein Park entstehen soll. Die Anforderungen an einen Park würden nicht erfüllt, schreibt das Komitee.

Weiter sehen sie Konflikte betreffend die Erschliessung von allen Seiten her, den Eigentümer, der keinen Bezug zum Ort hat und das verdichtete Bauen, dass an dieser Stelle zwar richtig sei, aber im vorgeschlagenen Masse als übertrieben erachtet wird.

Nicht vergessen haben die Unterzeichnenden auch den Turm. An diesem sei störend, dass er von der anderen Seite des Greifensees noch zu sehen wäre und ausserdem beschatte er die umliegenden Grundstücke. Das Komitee plädiert für ein Gesamtkonzuept, das für alle Seiten einen Gewinn darstellt. (kes)

Erstellt: 16.08.2011, 11:37 Uhr

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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 23393
Einwohner pro km2 1717.5
Einwohner Entwicklung 10.5
Wanderungsgewinn 5.6
Geburtenüberschuss 4.6
Ausländeranteil 28.2%
Anteil Einwohner 0-19 19.1%
Einwohneranteil 20-64 67.6%
Einwohneranteil 64+ 13.3%
Anzahl Privathaushalte 10613
Anzahl Personen pro Haushalt 2

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 81,8%
Zweithäufigste Italienisch 4,5%
Dritthäufigste Serbokroatisch 2,1%

Fläche

Fläche 13.6 km2
Anteil Siedlungsfläche 41.9%
Anteil Landwirtschaftsfläche 37.6%
Anteil Wald und Gehölze 19.5%
Anteil unproduktiver Fläche 1%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 19.8%
Sekundarstufe II 51.5%
Tertiärstufe 22.1%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 84%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 3.09%
Beschäftigte im 1. Sektor 196
Beschäftigte im 2. Sektor 2410
Beschäftigte im 3. Sektor 11663
Betriebe im 1. Sektor 31
Betriebe im 2. Sektor 234
Betriebe im 3. Sektor 897

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.58
Wohneigentumsquote 20.9%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 9
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 0.39%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 27.2%
Privatwagenbenutzer 44.3%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 65.3%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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