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Giessen: Gegner und Befürworter halten an Parolen fest

Von Christian Brütsch. Aktualisiert am 18.11.2011 1 Kommentar

Die Abstimmung über den privaten Gestaltungsplan hat mit der Meldung, dass der Landbesitzer betrieben wird für Reaktionen in der Parteienlandschaft Dübendorfs gesorgt. Während sich das Referendumskomitee über die Haltung der Stadt aufregt, sehen die Befürworter keine Probleme mit dem Gestaltungsplan.

So soll das Giessen-Areal einst aussehen. (Visualisierung: zvg)

So soll das Giessen-Areal einst aussehen. (Visualisierung: zvg)

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Der Landbesitzer des Giessen-Areals, K-Werkstatt unter der Leitung von Angelo Labate wird in Millionenhöhe betrieben. Für diese Gebiet wurde in den vergangenen Jahren zwischen der Stadt und der K-Werkstatt ein privater Gestaltungsplan ausgearbeitet. Stadt- und Gemeinderat haben dem Plan zugestimmt. Die vier Parteien SP, GP, GEU/GLP und EDU waren mit diesem nicht einverstanden. Sie reichten ein Referendum ein. Am 27. November hat nun die Stimmbevölkerung von Dübendorf darüber zu befinden. Kernstück des Gestaltungsplanes ist die Möglichkeit mit einer hohen Dichte ein hohes Haus – 114 Meter im maximal – zu bauen. Dass die K-Werkstatt privatrechtlich belangt wird ist für den Stadtpräsidenten kein Problem. Der Gestaltungsplan sei auf das Grundstück bezogen. Ob K-Werkstatt oder ein Rechtsnachfolger diesen umsetze spiele keine Rolle, erklärte er auf Anfrage.

Vertrauensbruch

Diese Aussage ist dem Referendumskomitee in den falschen Hals gekommen. «Offenbar vertraut der Stadtrat einer sich in Betreibungen befindlichen Firma mehr als unseren Politikerinnen und Politikern», schreiben sie in ihrer Medienmitteilung. Dem Stadtpräsidenten wird vorgeworfen, dass er «alles aussitzen und abwarten will».

Befürworter halten am Ja fest

Als alles andere als Makulatur wollen die Befürworter den privaten Gestaltungsplan sehen. «Wir haben über den Gestaltungsplan zu befinden und nur über den Gestaltungsplan», erklärt etwa Orlando Wyss seitens der SVP. Für sie ändere die Ankündigung, dass K-Werstatt in Betreibungen stecke nichts an der Tatsache, dass der Gestaltungsplan Gültigkeit erlangen soll. Der Entscheid den Gestaltungsplan zu unterstützen beruhe auf Fakten und nicht auf Versprechungen von Labate.

Ins gleiche Horn stösst Gemeinderat Dominic Müller von der CVP. «Das Verfahren hat bereits einen langen Weg mit allen Möglichkeiten zur Einsprache hinter sich. Den Gestaltungsplan jetzt zu Fall zu bringen wäre meines Errachtens falsch», erklärte er. Die CVP werde aber im Vorstand sicher nochmals über die Abstimmung diskutieren. Dass sie ihre Meinung ändern wird, ist indes nicht zu erwarten.

Auch die FDP hält an ihrem Ja zum privaten Gestaltungsplan fest. Ortsparteipräsident Rudolf Herter erklärte, dass sie «voll hinter dem Gestaltungsplan stehen.» Gemeinderat Matthias Maag (EVP) erklärte, dass die Vorlage schon in der Partei umstritten diskutiert worden sei. Die Entscheidung zur Ja-Parole sei sehr knapp ausgefallen. Ob sich die Haltung nun ändere, konnte er nicht sagen.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Freitag, 18. November. (ZO/AvU)

Erstellt: 17.11.2011, 20:39 Uhr

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1 Kommentar

ruth leemann

18.11.2011, 10:43 Uhr
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Dübendorf - NEIN-PAROLE - Abstimmung für Hochhaus Giessen ist gefragt. Antworten



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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 23393
Einwohner pro km2 1717.5
Einwohner Entwicklung 10.5
Wanderungsgewinn 5.6
Geburtenüberschuss 4.6
Ausländeranteil 28.2%
Anteil Einwohner 0-19 19.1%
Einwohneranteil 20-64 67.6%
Einwohneranteil 64+ 13.3%
Anzahl Privathaushalte 10613
Anzahl Personen pro Haushalt 2

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 81,8%
Zweithäufigste Italienisch 4,5%
Dritthäufigste Serbokroatisch 2,1%

Fläche

Fläche 13.6 km2
Anteil Siedlungsfläche 41.9%
Anteil Landwirtschaftsfläche 37.6%
Anteil Wald und Gehölze 19.5%
Anteil unproduktiver Fläche 1%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 19.8%
Sekundarstufe II 51.5%
Tertiärstufe 22.1%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 84%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 3.09%
Beschäftigte im 1. Sektor 196
Beschäftigte im 2. Sektor 2410
Beschäftigte im 3. Sektor 11663
Betriebe im 1. Sektor 31
Betriebe im 2. Sektor 234
Betriebe im 3. Sektor 897

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.58
Wohneigentumsquote 20.9%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 9
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 0.39%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 27.2%
Privatwagenbenutzer 44.3%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 65.3%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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