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Empa-Experte «entschlüsselt» Dieselruss

Aktualisiert am 06.08.2012

Dieselruss macht krank: seit Kurzem steht fest, dass er Lungenkrebs auslösen kann. Grundlage für diese Erkenntnis ist unter anderem die Forschungsarbeit des Empa-Physikers Artur Braun.

Ein Forscher der Empa - im Bild der Standort in Dübendorf - hat mitgeholfen, die Gefährlichkeit von Dieselruss aufzuzeigen. (Archivbild: ZO/AvU)

Ein Forscher der Empa - im Bild der Standort in Dübendorf - hat mitgeholfen, die Gefährlichkeit von Dieselruss aufzuzeigen. (Archivbild: ZO/AvU)

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Seit Juni 2012 ist es amtlich: Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Dieselruss als Erreger von Lungenkrebs ein. Zu dieser Erkenntnis beigetragen hat unter anderem Artur Braun, Physiker an der Empa und Experte für Röntgenspektroskopie. Er hat die Struktur und Zusammensetzung von Russpartikeln analysiert, wie die Empa mitteilt.

Dass Feinstaub gefährlich ist, war schon länger bekannt. Ungelöst war bislang die Frage, wo genau die Gefahr steckt: in den Russpartikeln selbst oder in den Giftstoffen, die der Russ mit sich trägt.

Bestandteile getrennt analysiert

Braun analysierte die einzelnen Bestandteile gesondert im Röntgenlicht: erst die «nackten» Russpartikel, danach die Lösung mit den mutmasslich Krebs erregenden Giftstoffen, die zuvor am Russ gehaftet hatten. Zugleich testeten die Toxikologen, welche Wirkung die beiden Fraktionen der Russpartikel auf menschliche Lungenzellkulturen haben. Damit wurde erstmals getrennt untersucht, was am Russ so gefährlich ist.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Die «nackten» Russpartikel lösten in Zellkulturen einen genetischen Entgiftungsmechanismus aus. Die Zellen waren also angegriffen worden. Aber auch die ausgewaschenen, vorher am Russ haftenden Stoffe zeigten Wirkung: Sie verursachten Entzündungsreaktionen in den Zellen und agierten zudem als Zellgift. (rsc)

Erstellt: 06.08.2012, 17:26 Uhr

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