Bezirk Pfäffikon
Russikon will sich überregionalem Zivilschutz anschliessen
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Die Zivilschutzorganisation ZSO Russikon ist mit einer zu versorgenden Bevölkerung von gut 4'100 Einwohnern die kleinste Zivilschutzorganisation im Kanton Zürich. Damit entspreche sie nicht mehr dem Leitbild von Bund und Kanton, schreibt der Russiker Gemeinderat. Denn organisatorisch und wirtschaftlich lohne sich ein eigener Zivilschutz erst ab 10'000 Einwohnern.
«Sinnvoll» und preiswert
Die Gemeinden Pfäffikon, Fehraltorf und Hittnau führen ihre Zivilschutzorganisationen mit gesamthaft über 20'000 Einwohnern bereits seit 2006 zusammen. In diese Organisation soll Russikon integriert werden. Sowohl die Gemeinderäte der vier Partnergemeinden als auch das kantonale Amt für Zivilschutz beurteilen eine Integration der ZSO Russikon als sinnvoll.
Die Aufnahme von Russikon in den bestehenden Verbund wirkt sich finanziell für alle beteiligten Gemeinden positiv aus. Bei vergleichsweise ähnlichem Aufwand reduzieren sich für die Gemeinde Russikon die jährlichen Kosten pro Einwohner/Jahr von zirka 19.65 Franken auf zirka 10.50 Franken. Konkret wird im kommenden Jahr mit einem Aufwand für den Zivilschutz von 43'500 Franken gerechnet. Die durchschnittlichen Kosten in den vergangenen Jahren betrugen gegen 80'000 Franken.
Ähnliche Synergien in der Führungsorganisation
Eine ähnliche Nutzung von Synergien könne auch durch eine neu zu gründende Regionale Führungsorganisation RFO Pfäffikon-Fehraltorf-Hittnau-Russikon erreicht werden, so der Gemeinderat. Aufgrund der Vorgaben aus dem neuen Bevölkerungsschutzgesetz sind die Gemeinderäte von Pfäffikon, Fehraltorf, Hittnau und Russikon übereingekommen, sich künftig gemeinsam auf ausserordentliche Lagen vorzubereiten. In der Gemeinde Russikon bestehe seit längerer Zeit ein ziviler Gemeindeführungsstab. Dieser bekunde allerdings immer mehr Mühe, geeignete Mitglieder zu finden. Da Katastrophen in den wenigsten Fällen nur eine Gemeinde betreffen, sei eine gemeinsame regionale Organisation anzustreben.
Für beide Organisationen will man sich mit Anschlussverträgen organisieren. Über diese wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 17. September abgestimmt. (khe)
Erstellt: 28.08.2012, 17:52 Uhr
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