Bezirk Pfäffikon
Krach im Pfäffiker Gemeinderat: Hirschi verliert sein Ressort
Nicht ungewöhnlich
Laut Statthalter Bruno Kuhn liegt die allgemeine Aufsicht über die Gemeinden beim Bezirksrat. Als solcher wurde er über den Ressortentzug von Gemeinderat Martin Hirschi informiert. Kuhn geht davon aus, dass der Bezirksrat nun auch den Beschluss des Gemeinderats Pfäffikon erhalten wird. Der Beschluss wird dann geprüft. Aktiv wird der Bezirksrat aber nur dann, wenn Hirschi zum Mittel der Aufsichtsbeschwerde greifen würde. Entscheide wie dieser stünden in der Kompetenz des Gemeinderats, erklärt Kuhn weiter. Er beurteilt den Entscheid des Gemeinderats als «einen Vorgang, der immer mal wieder vorkommt». Eine Umverteilung der Ressorts innerhalb der Legislatur sei nicht ungewöhnlich. «Ungewöhnlich daran ist einzig, dass nicht alle damit einverstanden sind.» (gme)
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«Wegen Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit» ändert der Gemeinderat Pfäffikon seine Ressortverteilung. Wie er in einer Mitteilung vom Mittwochmittag schreibt, habe er entschieden, Gemeinderat Martin Hirschi das Geschäftsfeld Verkehr für die nächsten neun Monate zu entziehen.
Laut der Mitteilung gabe es offenbar zwischen Hirschi und den übrigen Gemeinderatsmitgliedern Probleme in Bezug auf die «Loyalität zu den vom Gemeinderat gefassten Beschlüssen, die Vertretung des Gremiums gegen aussen, die Wahrung des Sitzungsgeheimnisses, die speditive Behandlung von Sachgeschäften, aber auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung». Die Schwierigkeiten bestehen seit dem Ende der letzten Amtsdauer und seien in den letzten zwei Jahren immer wieder aufgetreten.
Verschiedene Aussprachen und organisatorische Massnahmen sowie der Einsatz eines externen Moderators und Coachs hätten zu keiner Verbesserung der Situation geführt, so der Gemeinderat.
Die getroffene Massnahme ist einstweilen bis im Mai 2013 befristet und soll die Situation entspannen. Hirschi nimmt aber weiterhin als Mitglied an den Gemeinderatssitzungen mit Stimmrecht teil. Das Ressort Verkehr wird während dieser Zeit von Bauvorstand Andreas Walker geführt. Die Aufsichtsbehörde wird über die Massnahme informiert. Sie soll nun ihrerseits die Situation überprüfen und gegebenenfalls Massnahmen anordnen.
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Donnerstag, 23. August. (khe)
Erstellt: 22.08.2012, 09:58 Uhr
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