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Der Tote im Staldenweiher – letzte Folge

Aktualisiert am 17.08.2012 1 Kommentar

Reporter Tristan Döbeli hat eine Erleuchtung. Er versetzt Trudi Dügglinger in Rage. Und bringt Kantonspolizist Karl Gisliker zum Staunen.

Es geschah am Staldenweiher ... Unser Sommerkrimi erzählt die Geschichte einer Leiche, die hier gefunden wird. (Bild: Heidy Dietiker)

Es geschah am Staldenweiher ... Unser Sommerkrimi erzählt die Geschichte einer Leiche, die hier gefunden wird. (Bild: Heidy Dietiker)

Hinweis

Handlung und Personen in diesem Sommerkrimi sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Mit zitternden Händen zog Anatevka eine Medikamentenschachtel aus ihrer Handtasche und legte sie neben die andere. «Das Pillen von meine Mishka.» Tristan Döbeli öffnete die Packung und zog die eingeschweissten Tabletten heraus. Unsinnigerweise kam Döbeli das Fachwort in den Sinn: Blisterpackungen. «Hier sind auch falsche Pillen drin», rief er. Sie verglichen die Inhalte mit den Schachteln und blickten sich an. «Jemand hat die Tabletten vertauscht», sagte Döbeli schliesslich. Anatevka nickte. Hastig blätterte sich Tristan durch die Beipackzettel. Trudis Packung half bei tiefem Blutdruck, die andere gegen Bluthochdruck.

Döbelis Hirn arbeitete fieberhaft. Wenn die Tabletten vertauscht worden waren, enthielten Dügglingers Tabletten also blutdruckerhöhende Substanzen. Genau das Gegenteil von dem, was er gebraucht hätte. Er packte Anatevka bei den Ellbogen und schüttelte sie. «Wann hat Dügglinger die letzte Tablette genommen?», wollte Döbeli wissen. «Nach die Schlägerei mit Bob, kurz vor er getroffen Bettoni! Er war serr, serr aufgeregt!» Döbelis Puls raste. Das war es! «Bleib hier, ich fahre zur Polizei.» Er packte hastig die Tabletten zu­sammen und rannte zum Auto.

***

Döbeli riss die Türe zum Polizeiposten auf. Trudi Dügglinger sass mit fleckigen Wangen auf einem Stuhl, flankiert von zwei Beamten mit ausdruckslosen Mienen. «Aha! Unser ungestümer Ermittler», sagte Kantonspolizist Karl Gisliker sarkastisch. «Langsam verstehe ich, warum Bettoni Sie loswerden wollte.» «Hören Sie, ich weiss, woran Dügglinger gestorben ist, und ich weiss auch, wer schuld ist an seinem Tod!», sagte Döbeli. Sein leicht verzweifelter Ton erweichte Bommelers Herz. «Lass ihn reden, Kari!» sagte der Gemeindepolizist und vergass für einmal das Fluchen. Gisliker sagte nichts.

Döbeli legte Trudis Edelköfferchen auf den Tisch, obendrauf die Arzneipackungen. Trudi Dügglingers rotlackierte Fingernägel krallten sich in den Kaffeebecher. «Was?…, woher?…?», krächzte sie heiser. «Sie haben mir Ihr Köfferchen gegeben», lächelte Döbeli unschuldig. «Der Rest war ein Kinderspiel.»

Trudi sprang auf und schrie los: «Du verdammter Hurensohn! Der Scheisskerl wollte mich verlassen! All das Geld! Die Villa! Ich brauche das! Au, ihr elenden Bullenschweine!» Die beiden Beamten hatten die rasende Trudi in den Polizeigriff genommen.

Gisliker stand das Fragezeigen auf die Stirn geschrieben. «Trudi, äh, also Frau Dügglinger hat ihrem Mann statt Blutdrucksenker Medikamente untergejubelt, die den Blutdruck noch weiter in die Höhe treiben», klärte Döbeli den Inspektor auf. «Kurz vor seinem Tod hat er eine Tablette genommen. Der Kampf mit seinem Sohn und die Aufregung mit Bettoni am Staldenweiher genügten dann wohl, um einen Herzinfarkt auszulösen. Ich nehme an, Bettoni liess Dügglinger dann einfach liegen.» Gisliker nickte.

«Robert Urs Dügglinger müssen Sie ebenfalls festnehmen», schob Döbeli nach, «er ist in Menschenhandel verwickelt.» Trudi kicherte höhnisch: «Den holen Sie nie und nimmer ein!» Gisliker nickte wieder und ging ins Nebenzimmer, um zu telefonieren. «Die Grenzpolizei kümmert sich darum», sagte er knapp, als er zurückkam.

Gisliker holte tief Luft. «Döbeli, Sie haben den Fall tatsächlich gelöst, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen. Leute wie Sie könnten wir bei uns brauchen!» Tristan blickte verlegen auf die Spitzen seiner Turnschuhe. Bommeler haute ihm kräftig auf die Schulter: «Döbeli, Du bist ein Teufelskerl, gopferteli! Du, Kari, ist nicht die Stelle als Polizeisprecher noch frei?» (gme)

Erstellt: 17.08.2012, 19:43 Uhr

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1 Kommentar

Claudia Colombini Stoob

18.08.2012, 13:21 Uhr
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War insgesamt nicht wahnsinnig gut aber auch nicht schlecht - zumindest die Spannung konnte nach jeder Folge aufrecht erhalten werden.
Nur der Schluss, der fällt völlig ab - vielleicht hat die eingetroffene Hitze die Einfälle gelähmt?
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