Bezirk Pfäffikon
Der Tote im Staldenweiher – Folge 24
Hinweis
Handlung und Personen in diesem Sommerkrimi sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
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Das heftige Klopfen an der Türe liess Tristan Döbeli aus seinem Spitalbett hochschrecken. Sein Schädel brummte, ihm war schwindlig. Er schloss kurz die Augen. Als er sie wieder aufmachte, stand eine entschlossene Anatevka vor ihm. «Tristanushko», sagte sie, «wir keine Zeit haben zu verlieren. Ich weiss, dass Trudi meine Dugglinger tot gemacht hat. Komm, du musst mir helfen!» Sie packte Döbeli am Handgelenk. Dieser rappelte sich auf, noch immer ein wenig benommen. «Ich habe wohl keine Wahl», sagte er mehr zu sich selbst. Er zog sich Jeans und Pulli über und schwankte zur Zimmertür. Anatevka hielt ihn noch immer am Handgelenk fest, als sie aus dem Spital schlichen.
Kurz darauf standen Anatevka und Döbeli vor Dügglingers Villa und klingelten. Döbeli wusste noch immer nicht, wie Anatevka Dügglingers Ehefrau des Mordes überführen wollte. War da mehr als nur Anatevkas Wut auf ihre Widersacherin? Zum Überlegen blieb keine Zeit, denn schon wurde die Tür von innen geöffnet. Vor ihm stand Trudi Düggliner, die ihre Mundwinkel reflexartig hochgezogen hatte, sobald sie vor Döbeli stand.
***
Doch ihr angeklebtes Lächeln erstarb, als sie die Weissrussin neben ihm erblickte: «Du Schlampe, du», kreischte sie, «wie wagst du es, hier aufzutauchen!» Anatevka schaute sie böse an und zwängte sich an ihr vorbei ins Haus. «Du hast ihn tot gemacht!», schleuderte sie der überrumpelten Trudi entgegen. «Ich weiss es. Du willst nicht deine Mann mit mir glucklich sehen. Du hast ihn lieber tot!» – «Tsss», machte Trudi, bedachte sie mit einem mitleidigen Blick und antwortete seltsam distanziert: «Was weisst du schon über unsere Beziehung.»
Noch bevor Döbeli nachhaken konnte, stiess Anatevka einen Schrei aus und rannte zur Tür. Als er sich umdrehte, sah er gerade noch Robert Urs, der kehrtum gemacht hatte und die Treppe hinauf verschwand. Döbeli liess Trudi stehen und rannte hinter Anatevka her. «Was ist los?», fragte er. Draussen vor der Tür blieb sie stehen und drehte sich um: «Das ist Bob», sagte sie mit zitternder Stimme, «Bob, der Bordellbesitzer.»
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(ala)Erstellt: 13.08.2012, 20:20 Uhr
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