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Der Tote im Staldenweiher – Folge 14

Aktualisiert am 30.07.2012

Eigentlich schreckt Tristan Döbeli vor nichts zurück, doch dass er nun doch auch im letzten Blumenladen anrufen muss, nagt an ihm.

Es geschah am Staldenweiher ... Unser Sommerkrimi erzählt die Geschichte einer Leiche, die hier gefunden wird. (Bild: Heidy Dietiker)

Es geschah am Staldenweiher ... Unser Sommerkrimi erzählt die Geschichte einer Leiche, die hier gefunden wird. (Bild: Heidy Dietiker)

Hinweis

Handlung und Personen in diesem Sommerkrimi sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Eine Geliebte? Nein, davon hatte ihm Bettoni nichts erzählt. «Haaal­looo?! Haben Sie mir zugehört?», krächzte es aus dem Telefon, das Tristan Döbeli immer noch in ­Gedanken versunken ans Ohr presste. «Das ganze Oberland soll erfahren, was für ein Mafioso der Bettoni ist», donnerte der älteste Sohn Dügglingers. «Ja gut, ich schaue, was ich tun kann.» Döbeli verdrehte die Augen und schüttelte genervt den Kopf. Da kam ihm eine Idee: «Ähm, noch eine Frage, Herr Dügglinger», er räusperte sich. «Das Rosenherz am Staldenweiher. Ich nehme an, das war von Ihrer Schwester Anna?» «Was für ein Rosenherz? Wollen Sie nun auch noch meine Schwester in den Fall reinziehen? Sie schmieriger Journi!» Es klickte in der Leitung, und der Summton ertönte. Robert Urs hatte zwar nicht direkt auf Döbelis Frage geantwortet, aber seine Reaktion war Antwort genug.

Das A auf dem Rosenherz stand also nicht für Dügglingers Tochter Anna. Döbeli legte den Kopf schief und dachte nach. «Verflucht! Ich brauche diesen Namen!», murrte er, startete das Internet und suchte nach sämtlichen Blumenläden in Fehraltorf und Umgebung. Beim ersten Versuch scheiterte er. Die Floristin am Telefon verkaufte keine Rosengestecke. Döbeli wählte die nächste Nummer: «Guten Tag. Mein Name ist Döbeli vom ‹Oberland-Kurier›, und ich bräuchte eine Auskunft für einen Artikel, den ich ­gerade schreibe.» Sieben Anrufe später sank Döbeli lustlos in seinem Bürostuhl zusammen. Einen Blumenladen hatte er noch nicht angerufen und ­gehofft, dass er dies nicht tun müsste.

Seit einem halben Jahr hatte er ­Andrea weder gehört noch gesehen. Er wählte die Nummer vom Blumenhaus Flora. Eine Frauenstimme meldete sich am anderen Ende der Leitung. «Hallo Andrea. Ich bins, Tristan.» Stille. «Tristan? Das kommt über­raschend. Was willst du? Blumen?» Andrea schien genauso wenig erfreut über den Anruf wie Döbeli. Die Be­ziehung hatte fünf Jahre gedauert, bis Andrea aus heiterem Himmel Schluss gemacht hatte. «Ich recherchiere für einen Artikel und brauche dafür deine Hilfe. Du schuldest mir einen Gefallen», sagte Döbeli mit eisiger Stimme. Andrea hatte sich damals nicht gerade nobel aus der Affäre gezogen. Das wusste sie. Döbeli erklärte ihr sein ­Anliegen, und Andreas Antwort kam unvermittelt: «Ja, einen solchen Auftrag hatten wir. Ich kann dir die Natel­nummer der Kundin geben.»

Minuten nach dem Anruf schwirrte Döbeli seine Ex immer noch im Kopf herum. «Blöde Kuh! Die brauch ich doch gar nicht.» Mit einer fuchtelnden Handbewegung verscheuchte er Andrea aus seinen Gedanken und wählte die Nummer, die sie ihm gegeben hatte. Es klingelte. Einmal, zweimal, dreimal. Eine Frau mit russischem Akzent hauchte: «Hallo Süsser! Hier spricht Anatevka, was kann ich für dich tun?»

Haben Sie eine Idee, wie es weitergehen soll? Schicken Sie uns Ihren Vorschlag!

Wie soll es weitergehen?

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(ser)

Erstellt: 30.07.2012, 20:33 Uhr

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