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200'000 statt 600'000 Franken für Sonnenstrom

Aktualisiert am 23.07.2012

Der Pfäffiker Gemeinderat findet die Förderung von Solarstrom eine gute Sache. Die Beiträge, die die EVP in ihrer Initiative fordert, sind ihm aber zu hoch. Er hat deshalb einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Beide Vorlagen kommen am 24. September zur Abstimmung.

In Pfäffikon sollen Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen mit Gemeindebeiträgen gefördert werden. (Symbolbild: Heidy Dietiker/Archiv)

In Pfäffikon sollen Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen mit Gemeindebeiträgen gefördert werden. (Symbolbild: Heidy Dietiker/Archiv)

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Der Pfäffiker Gemeinderat lehnt die Solar-Initiative der EVP ab. Er ist der Meinung, dass die im Begehren geforderten Beiträge zu hoch sind, wie einer entsprechenden Mitteilung entnommen werden kann.

Von den Subventionen aus Steuergeldern könnten nur relativ wenig Energieproduzenten profitieren, glaubt der Gemeinderat. Weiter entstünden je nach Entwicklung und Anzahl der Gesuche lange Wartelisten, was den Vollzug erschwere. «Je nachdem wie der Bund später die Höhe der Kostendeckenden Einspeisevergütung KEV festlegt, müssten Subventionen zurückgefordert werden», heisst es im Communique weiter. Zudem gewähre der Kanton bereits heute Förderbeiträge. Zahle die Gemeinde höhere Beträge, fielen diese kantonalen Subventionen weg.

Fünfjahres-Aktes mit tieferen Beiträgen

Der Gemeinderat ist dem Anliegen der EVP aber nicht grundsätzlich abgeneigt. Er hat deshalb einen Gegenvorschlag erarbeitet. Dieser sieht vor, dass der Bau von Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen mit Investitionskosten von mehr als 15‘000 Franken mit einem pauschalen Gemeindebeitrag von 1500 Franken unterstützt wird. Insgesamt würde die Gemeinde 200‘000 Franken während fünf Jahren zur Verfügung stellen, wobei die Aktion vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2017 dauern würde.

«Mit tieferen Beiträgen können mehr Gesuche unterstützt werden», ist der Gemeinderat überzeugt. Ausserdem solle das bereits bestehende kantonale Unterstützungsprogramm voll genutzt werden. Nach Ansicht des Gemeinderates ist mit dem Gegenvorschlag «die Verhältnismässigkeit zwischen Eigenleistung des Grundeigentümers und Förderbeiträgen der öffentlichen Hand besser gewahrt». Zudem werde mit den eingesetzten Mitteln eine grössere Wirkung erzielt.

100‘000 Franken pro Jahr

Die EVP hatte am 23. April eine Initiative eingereicht, die verlangt, dass die Gemeinde Pfäffikon den Bau von Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen finanziell unterstützt. Nebst Pauschalbeiträgen von 500 bis 1000 Franken würden sich die weiteren Beträge nach der Kollektorenfläche oder der Leistung einer Anlage richten. Eine Anlage könnte dabei einen maximalen Förderbeitrag von 10‘000 Franken auslösen. Pro Jahr müsste die Gemeinde 100‘000 Franken bereitstellen. Die Aktion würde auf sechs Jahre befristet, über eine Verlängerung würde die Gemeindeversammlung entscheiden.

Die Beiträge der EVP-Initiative sind nach Angaben der Partei so bemessen, dass sie etwa zehn Prozent der Investition abdecken würden. Jährlich könnten etwa 25 Anlagen durchschnittlicher Grösse gefördert werden.

Die Initiative und Gegenvorschlag werden an der Gemeindeversammlung vom 24. September 2012 behandelt. (rsc)

Erstellt: 23.07.2012, 11:12 Uhr

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