Kyburgs Weg bleibt weiter unklar
Von Yves Ballinari. Aktualisiert am 08.02.2012 2 Kommentare
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Die Aussicht im Städtchen Kyburg ist dieser Tage nicht nur wegen des zähen Winternebels düster. Die Gemeinde plagen auch finanzielle Sorgen. Gut 920'000 Franken müsste die Gemeinde nach heutigem Stand einsparen, um auch nach 2018 ein ausgeglichenes Budget zu gestalten. Genau diesen Betrag erhält Kyburg bis dahin nämlich vom Kanton, um die Auswirkungen des Neuen Finanzausgleichs auszugleichen.
Illnau-Effretikon-Kyburg?
Dass Kyburg mit der neuen Regelung deutlich schlechter fährt, zeichnete sich schon 2008 ab. Damals mehrten sich die Anzeichen, dass der Kanton die kleinsten unter den Gemeinden schlechter stellen möchte, um sie zur verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden zu bewegen.
Die Nachbarn reagierten mehr oder weniger prompt. In Illnau-Effretikon antwortete der Stadtrat auf eine Interpellation grundsätzlich positiv: «Die Stadt ist bereit, weitere Leistungen für benachbarte Gemeinden zu erbringen, als auch Zusammenschlüsse zu prüfen», heisst es darin. Gleichzeitig hält der Stadtrat fest: Ein Zusammenschluss müsste von Kyburg ausgehen. «Bisher liegt keine Anfrage vor», so Stadtpräsident Ueli Müller.
Winterthur für Aufteilung
Auch in Winterthur war Kyburg 2008 Thema im Parlament. Zur Diskussion standen eine Fusion oder ein Ausbau der Zusammenarbeit. Der Stadtrat sprach sich damals für die Aufteilung von Kyburg auf mehrere Nachbargemeinden aus. «Dies könnte bedeuten, dass sich Billikon, Ettenhausen und Kyburg an die Gemeinde Illnau-Effretikon, Brünggen an die Gemeinde Zell oder Weisslingen und das zu Kyburg gehörende Gebiet von Sennhof an die Stadt Winterthur anschliessen», heisst es in der schriftlichen Antwort. Auch in Winterthur wartet man aber auf den Impuls aus Kyburg. «Der Anstoss für eine Neudefinition der Grenzen muss grundsätzlich von Seiten der Gemeinde Kyburg kommen.»
Noch näher zu Weisslingen?
Noch keine offizielle Stellungnahme gibt es vom Gemeinderat in Weisslingen. «Bisher gibt es keine Anfrage aus Kyburg», erklärt Gemeindepräsident Martin Rüegg. «Der Gemeinderat hat deshalb noch keine Stellung dazu bezogen.» Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarn zu verstärken, sei aber naheliegend. «Wir sind bereits jetzt mit Kyburg lieert, sei es in Sachen Schule, Feuerwehr oder im Vereinswesen», so Rüegg.
«Eigenständig bleiben»
Aus Kyburg selbst wird zumindest in den nächsten Wochen keine Fusions-Anfrage in die Briefkästen der benachbarten Gemeindehäuser flattern. «Ziel des Gemeinderates ist es nach wie vor, den Steuerfuss auf 122 Prozent zu halten und die Selbständigkeit der Gemeinde zu bewahren», sagt der stellvertretende Gemeindeschreiber David Gerig.
Nachdem ein Podiumsgepräch am Mittwoch aufgezeigt hat, dass Sparmassnahmen bei der Tagesschule der Gemeinde eher schaden als nützen würde, will man nun weitere Möglichkeiten abwägen. «Ende Februar wird der Gemeinderat über das Schattenbudget beraten, dass er für 2014 hat ausarbeiten lassen. Das wird die Grundlage sein für weitere Entscheidungen.» (regio.ch)
Erstellt: 07.02.2012, 17:53 Uhr
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2 Kommentare
Entsprechen die Infos des Gemeinderates an die Bevölkerung noch der Wahrheit?
Das muss sich jeder Kyburger fragen nach o.e. Artikel. An der GV wurde die Bevölkerung informiert dass keine der umliegd. Gemeinden an einer Fusion int. seien. Es gebe nur die Eigenständigkeit, nun sagen sowohl Weisslingen (Hr. M. Rüegg) sowie Illnau-Effretikon (Hr. U. Müller) dass keine Anfrage vorliege!!!!
J.Wildhaber
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Verschiedene Gemeinden sind bereit, Kyburg aufzunehmen! Aber massgebende Kreise haben offenbar Angst, ihre Idendität zu verlieren! Warum eigentlich? Eine historisch gewachsene Gemeinschaft wird immer überleben, mit oder ohne eigenes Gemeindehaus! Und das Ja zum neuen Finanzausgleich - auch wir haben Ja gesagt - meint klar, die Kleinstgemeinden sollen sich grösseren anschliessen! Antworten

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