Bezirk Hinwil
Wetziker Westumfahrung verzögert sich
Von Michael von Ledebur. Aktualisiert am 07.08.2012 2 Kommentare
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Seit dem Entscheid des Bundesgerichts zur Oberlandautobahn im Juni ist klar: Der Moorschutz gilt bei Strassenbauprojekten absolut. Eine Linienführung, die Schutzgebiet tangiert, ist somit rechtlich nicht haltbar. Dieser Grundsatzentscheid bedeutet nun auch einen Rückschlag für das Projekt einer Umfahrung des Wetziker Ortskerns im Westen. Der Kanton hat die Planung der Umfahrungsstrasse um ein halbes Jahr zurückgestellt, wie Baudirektionssprecher Thomas Maag auf Anfrage mitteilt. Dies mit dem Ziel, die Linienführung in juristischer und bautechnischer Sicht zu überdenken.
Wer die Linienführung genauer unter die Lupe nimmt, erkennt rasch, wo die Krux des Projekt liegt. Im nördlichsten Abschnitt verläuft die Strasse entlang der Schutzgebietsgrenze. Und kurz vor dem Einbiegen in die Pfäffikerstrasse durchschneidet die Route das Schutzgebiet sogar.
Weit hinter dem Zeitplan
Somit verzögert sich ein Strassenbauprojekt, das ohnehin längst hinter dem Zeitplan zurückliegt, weiter. Eigentlich hätten die Baumaschinen diesen Sommer auffahren sollen. Mit einer Realisierung ist nun kaum mehr vor 2014 zu rechnen.
Wahrscheinlicher ist aber ein noch weiterer Zeithorizont. Denn das Bauprojekt umfasst auch einen Tunnel unter dem Chämptnerbach sowie der Bahnlinie hindurch. Die Kosten werden wohl über sechs Millionen Franken betragen. Damit würde das Projekt dem Referendum unterstellt.
Die Verzögerung ist für den Wetziker Gemeinderat eine schlechte Nachricht. Die Westumfahrung spielt in seiner Zentrumsplanung eine wichtige Rolle. Die Wetziker Grünen hingegen halten die Umfahrung für überflüssig.
Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Mittwoch, 8. August. (ZO/AvU)
Erstellt: 07.08.2012, 20:23 Uhr
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2 Kommentare
Fehlplanungen in und um Wetzikon haben Tradition. Sie führen zu unnötigen Kosten, zu Schäden an Kulturgütern und Umwelt und bewirken immer wieder Verzögerungen, unter denen ganze Quartiere zu leiden haben. Daher sollten kluge Wähler(innen) aus allen Parteien bei jeder Gelegenheit eingreifen, bis endlich in der Politik und in den einzelnen Ämtern integere Fachleute am Ruder sind. Antworten

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