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Horst Frank: «Der Schweizer Sonderweg ist zu Ende»

Von Daniel Hess. Aktualisiert am 01.08.2012

In seiner Rede zum 1. August in Wald sprach der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank insbesondere über das Verhältnis der Schweiz zu Deutschland und der EU.

1/54 1. August 2012 im Bezirk Hinwil
In Bubikon war EDU-Kantonsrat Erich Vontobel als Gastredner geladen.
Bild: Urs Weisskopf

   

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Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank thematisierte in seiner Rede auf dem Schwertplatz in Wald insbesondere das Verhältnis der Schweiz zu Deutschland und zur Europäischen Union, mit der die Eidgenossenschaft, ob sie wolle oder nicht, verbunden sei.

Das Wohl und Weh des Euros bestimme letzten Endes auch den Zustand der hiesigen Exportindustrie, sagte der Konstanzer Oberbürgermeister, der sich verwundert zeigte ob der Empörung der Schweizer über den Einkaufstourismus oder den starken Zuzug deutscher Bürger, «wo doch zum Beispiel viele Pflegeeinrichtungen hierzulande gar nicht mehr arbeitsfähig wären».

Einem EU-Beitritt will Frank angesichts der momentan unsicheren Situation nicht das Wort reden, aber er fordert eine «ehrliche und realistische Diskussion» und rät der Schweiz zu einem Zugehen auf die EU. Die Abgrenzung und das Verstecken hinter Mauern sei nämlich nicht das, was die Schweiz stark gemacht habe, sondern verleihe lediglich ein trügerisches Gefühl der Sicherheit, sagte der Grüne, der in seiner Rede zudem auf die Möglichkeiten einer Verbindung von Ökologie und Ökonomie einging und hierbei die Wichtigkeit der Besteuerung von Energieverbrauch und Umweltverschmutzung als Anreiz zur Entwicklung hervorhob.

Frank ist überzeugt, dass der Schweizer Sonderweg zu Ende ist. «Aber die Schweiz – etwa mit ihrem Instrument von Volksentscheiden und -abstimmungen – als Modell für Europa und als lebendige Demokratie mit nachhaltigem Wirtschaften, dieser Weg hat Zukunft.»

Mehr zu den Bundesfeiern gibt es im Dossier und im ZO/AvU vom Donnerstag, 2. August. (ZO/AvU)

Erstellt: 01.08.2012, 17:36 Uhr

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