Bezirk Hinwil
Brigitte Häberli: «Der bilaterale Weg wird immer steiniger»
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Die Thurgauer CVP-Ständerätin Brigitte Häberli hielt eine ihre drei Reden zum Bundesfeiertag in einstigen heimatlichen Gefilden: Die Politfrau hatte ihre Jugendjahre in Tann und Rüti verlebt und freute sich deshalb, am von der CVP Rüti organisierten Brunch auf dem Pausenplatz des Schulhauses Schanz ans Rednerpult zu treten.
Sie meinte eingangs, dass die Schweiz in der Vergangenheit ausreichend Erfahrungen habe sammeln können im Umgang mit trennenden Gegebenheiten. «Mit dem Bemühen, das Trennende zu überwinden, hat unser Land Erfolg gehabt, und dies als Wert mit einer gesunden Balance von Solidarität und Eigenverantwortung stets hoch gehalten», sagte sie. Diese Errungenschaften seien nicht in Stein gemeisselt, vielmehr gelte es, laufend darum zu ringen. Mit Blick auf das Verhältnis der Schweiz zur Europäischen Union meinte Häberli: «Der bilaterale Weg ist nicht zu Ende, er wird zunehmend steiniger. Für mich ist klar, dass wir eigenständig bleiben müssen. Selbstbestimmung, Neutralität und direkte Demokratie sind nicht verhandelbar.»
Weiter forderte Häberli die Anwesenden dazu auf, den persönlichen Beitrag zu leisten, damit die Schweizer nicht grundsätzlich als «Rosinenpicker» wahrgenommen würden. Häberli sieht die Schweiz in einem anspruchsvollen Umfeld. Es gelte Missbräuche im Asylwesen sowie die Ausländerkriminalität konsequent zu bekämpfen. «Die langen Verfahren im Asylwesen sind unhaltbar. Wer unsere Gesetze nicht respektiert, muss gehen», betonte die Ständerätin. Die Genossenschaft Schweiz sei ein Gebilde, für welches es sich einzusetzen lohne, ganz nach dem Motto «Alle für einen - einer für alle».
Mehr zu den Bundesfeiern gibt es im Dossier und im ZO/AvU vom Donnerstag, 2. August. (ZO/AvU)
Erstellt: 01.08.2012, 14:56 Uhr
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