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Später Hochsommer heizt den Oberländern ein

Von Manuel Reimann. Aktualisiert am 19.08.2012 1 Kommentar

Am Wochenende war es für die Jahreszeit ausserordentlich heiss. Wer konnte, gönnte sich eine Abkühlung in der Badi. Was beim Strandbad Auslikon gestern zu einem Rekordansturm und zu prekären Verkehrsverhältnissen sorgte.

1/16 Hitzewelle im Oberland
Am Sonntag, 19. August 2012, verzeichnete das Strandbad Auslikon einen Besucherrekord.
Bild: Seraina Boner

   

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Mit dem Begriff «Hundstage» wird die heisseste Zeit im Sommer vom 23. Juli bis zum 23. August bezeichnet. Heuer haben die Hundstage ihren Namen aber erst gegen Schluss dieser Phase verdient. Konkret: Seit Donnerstag. Am Wochenende nun war es sogar richtig heiss, was in der zweiten Augusthälfte nicht so oft vorkommt. Laut MeteoNews kletterte das Thermometer gestern in Uster auf fast 32 Grad, in Wetzikon auf 31,5 Grad.

Rekordwerte in der Höhe

Hohe Temperaturen wurden insbesonders in der Höhe gemessen: Auf dem Hörnli 26,9 Grad und auf dem Pfannenstiel fast 28 Grad. «Solche Werte in den höheren Lagen sind schon speziell», sagt MeteoNews-Meteorologe Klaus Marquardt.

Die Ursache für diese späte Hitzewelle ist ein ausgeprägtes subtropisches Hochdruckgebiet, das sich am Wochenende vom Nordafrika bis zur Nordsee erstreckte. Zudem wurden sehr warme Luftmassen aus Spanien und Nordafrika Richtung Mitteleuropa transportiert. «Nicht zuletzt deshalb kam es in den höheren Lagen zu diesen ausserordentlich hohen Temperaturen», so Marquardt weiter.

Jahreshöchsttemperaturen mass am Wochenende indessen nur in höheren Lagen erreicht –in Ulrichen VS und Scuol GR gab es Werte von jeweils 31,9 Grad. Im Flachland dagegen schaffte es das Quecksilber an den meisten Messstationen nicht mehr auf absolute Höchstwerte.

Warme Seen laden zum Bad

Wunderbare Badetemperaturen weisen derzeit die Gewässer in der Region auf. Laut MeteoNews war der Greifensee gestern Sonntag 26 Grad warm, der Pfäffikersee gegen Abend gar 27 Grad. «Am Montagvormittag aber dürften die Wassertemperaturen wegen der recht langen Nacht wieder etwa ein Grad tiefer sein», meint Marquardt.

Da gestern die Sommerferien zu Ende gingen, nutzen viele das schöne Sommerwetter zu einer Erfrischung in den Badeanstalten. Das Strandbad Auslikon beispielsweise war gestern sehr gut besucht, auf der Liegewiese musste für ein freies Plätzchen etwas länger gesucht werden als sonst üblich. In Geduld üben musste sich auch, wer mit dem Auto nach Auslikon gefahren war. So wurde denn auch entlang der Zufahrtsstrasse parkiert.

Vorboten des Herbst

Für heute und morgen erwartet Klaus Marquardt noch einmal Hitzetage, allerdings dürften insbesondere morgen Dienstag Schleierwolken, einige Quellwolken sowie ganz vereinzelte Wärmegewitter das Bilderbuch-Sommerwetter leicht trüben. Und neue Temperaturrekorde dürfte es aber kaum mehr geben: «Die Temperaturen gehen nun von Tag zu Tag leicht zurück, weil die Nächte in der zweiten Augusthälfte jetzt doch schon recht lange sind. Immerhin kann man dank den kühleren Nächten die Häuser gut durchlüften», meint Marquardt.

Eigentlich gehen die Hundstage am Donnerstag zu Ende. Und in der Tat ändert das Wetter: Ab Mittwoch nimmt es einen schwülwarm-veränderlichen Charakter an. «Zumindest bis am Samstag dürfte es aber insgesamt sommerlich und warm bleiben», verspricht der Meteorologe. Gänzlich wollen sich die Hundstage also doch noch nicht verabschieden. (ZO/AvU)

Erstellt: 19.08.2012, 22:42 Uhr

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1 Kommentar

Nadja Rossi

20.08.2012, 12:42 Uhr
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Zuerst auf der Liegewiese ein freies Plätzchen suchen und dann die Leute "am Stängeli" aufgereiht wie Sardinen in der Büchse. Na toll! Da ziehe ich meinen kühlen Keller doch deutlich vor. Antworten



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