Hinwiler testeten den neuen Feuerwehr-Pager

Von Ernst Hilfiker. Aktualisiert am 02.09.2011 1 Kommentar

Alle Feuerwehrleute im Kanton Zürich erhalten einen neuen Pager. Getestet und optimiert wurde das kleine, aber wichtige Gerät in Hinwil.

(Symbolbild: Werner Frei/Archiv)

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Es gibt einen einzigen Ausrüstungsgegenstand, den jeder Feuerwehrmann Tag und Nacht mit sich führt: den Pager. Er ist von eminenter Bedeutung, denn über diesen Piepser erfolgt die Alarmierung. Das kleine Gerät sendet einen lauten Ton aus, und auf dem Mini-Display erscheint eine kurze Meldung, etwa «Brand Gebäude, Musterstrasse 99, Gossau».

10'000 Geräte nötig

Da die Pager nonstop getragen werden und auch mal runterfallen, «leiden sie wahnsinnig», wie es Kurt Huber umschreibt. Laut Huber, der bei der für die Feuerwehren zuständigen Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) Bereichsleiter Alarmierung/Funk ist, müssen die Piepser aller Feuerwehrleute im Kanton deshalb ersetzt werden. Das bedeutet, es braucht 8000 neue Geräte für die Löschkräfte sowie 2000 Geräte für die mit dem gleichen System alarmierten Angehörigen von Rettungsdiensten und weiteren Sicherheitsorganisationen, beispielsweise Gemeindeführungsstäben.

Die Beschaffung dieser 10'000 neuen Pager vom Typ RESQ der Herstellerin Swissphone kostet sieben Millionen Franken. Fünf Millionen davon zahlt die GVZ, zwei Millionen zahlen die Empfängerorganisationen.

Neu mit Alarmquittierung

Für dieses Geld erhält man ein Gerät, das «intelligenter» ist, als das im Kanton seit bald acht Jahren verwendete Modell. So lässt sich mit dem neuen Pager ein Alarm nicht nur empfangen, sondern auch quittieren. Das bedeutet für die Einsatzverantwortlichen, etwa den Feuerwehrkommandanten, dass sie nach drei Minuten bereits exakt wissen, auf wie viele effektiv dann ausrückende Leute sie zählen können; bisher war das schlicht unbekannt.

Zudem kann man künftig ganz gezielt jene Feuerwehrleute aufbieten, die sich gerade in der Nähe des Brandortes befinden; das verkürzt die Hilfsfrist. Diese neue Funktion bedingt jedoch eine – anonymisierte – Lokalisierung über ein im Pager eingebautes GPS. Möglich ist dies aber erst, wenn dann im Jahr 2013 eine neue Notrufzentrale in Betrieb ist.

In Hinwil verbessert

Vor der Beschaffung unterzog die GVZ das neue Pagermodell rund ein Jahr lang einem Praxistest bei der Feuerwehr Hinwil. Sie wurde laut Kurt Huber ausgelesen, weil man im Bezirkshauptort «immer wieder technische Probleme bei der Alarmierung hatte». Probleme, die nun gelöst sind: gemäss Feuerwehrkommandant Beat Honegger ist man mit den neuen Piepsern zufrieden, und die Alarmierung habe bislang immer funktioniert.

Die Erfahrungen während des Tests im Oberland hatten zu «einigen Verbesserungen» am Pager geführt, sagt Kurt Huber rückblickend. So zeigte sich, dass bei den Funknetzen, über welche die Piepser die Meldungen empfangen, sowie in der Alarmzentrale Anpassungen nötig waren.

Nach dem Test wurden die Hinwiler als erste im Kanton mit dem neuen Modell ausgerüstet, anschliessend alle anderen Feuerwehren im Bezirk. Als zweiter Bezirk war Pfäffikon dran, momentan ist es Uster. Ende Jahr werden dann alle Feuerwehrleute einen neuen Pager tragen – vielleicht ihren allerletzten, denn der Trend geht Richtung Alarmierung per Natel. (ZO/AvU)

Erstellt: 02.09.2011, 21:51 Uhr

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1 Kommentar

Toni Müller

03.09.2011, 15:05 Uhr
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Wird auch Zeit, dass die alarmierung per Handy eingeführt wird. Antworten



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