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Kleine Busse rechnen sich nicht

Aktualisiert am 19.09.2011

ÖV-Benutzer kennen das Bild: Während die Busse zu Stosszeiten bis zum Bersten gefüllt sind, fahren sie ihre Strecken vorher und nachher fast leer ab. Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland erklären, weshalb es sicht trotzdem nicht rechnet, in diesen Zeiten kleinere Busse einzusetzen.

Sie sind gross - und ausserhalb der Stosszeiten oft fast leer: die Busse der VZO. Trotzdem rechnet es sich für das Unternehmen nicht, zusätzlich kleine Busse anzuschaffen. (Bild: VZO)

Sie sind gross - und ausserhalb der Stosszeiten oft fast leer: die Busse der VZO. Trotzdem rechnet es sich für das Unternehmen nicht, zusätzlich kleine Busse anzuschaffen. (Bild: VZO)

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«Warum fährt nicht ein kleinerer Bus?», diese Frage wird den Verkehrsbetrieben Zürichsee und Oberland immer wieder gestellt, wie das Unternehmen in einem Communique schreibt. Angesichts der grossen VZO-Busse, die am Abend, an Samstagen und an Sonntagen fast leer ihre Routen abfahren, sei die Frage auch verständlich. Ändern wird sich aber nichts.

18 Millionen für 40 neue Busse

Dass die grossen Busse auch zu Randzeiten fahren, ist laut den VZO «das Resultat einer betriebswirtschaftlichen, sinnvollen Planung». Möchte man die Fahrzeuggrösse an das jeweilige Fahrgastaufkommen anpassen, müsste nämlich mindestens für alle Linien, die mit Gelenkbussen gefahren werden, zusätzlich Standardbusse beschafft werden. Und die kosten Geld: Für die 40 neuen Busse müssten die VZO 18 Millionen Franken aufwerfen, wie das Unternehmen schreibt. Daraus entstünden jährliche Kapitalkosten im Betrag von 1,75 Millionen Franken.

Kommt hinzu, dass die vier Busgaragen der VZO aktuell voll belegt sind. Für die 40 Standardbusse müsste folglich eine zusätzliche Garage gebaut werden. Die jährlichen Abstellkosten würden sich auf 500‘000 Franken belaufen. Und nicht zuletzt müssten die zusätzlichen Busse gepflegt und gewartet werden, was gemäss den VZO weitere Jahreskosten von ungefähr 800‘ 000 Franken nach sich ziehen würde.

Sparpotenzial zu klein

Sparen könnten die VZO mit einer Zweitwagen-Strategie bei den Dieselkosten. So würden die Standardbusse etwa 6 Liter weniger Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen. Würde die Hälfte der Gelenkbus-Kilometer mit Standardbussen absolviert, liessen sich so pro Jahr etwa 250‘000 Franken Dieselkosten einsparen. Und es würden weniger Abgase produziert.

Unter dem Strich würde der Einsatz von Kleinbussen in Randzeiten die VZO jährlich rund 2,8 Millionen Franken kosten, folgert das Unternehmen. Das Jahresbudget würde damit um 6 Prozent ansteigen – ohne einen einzigen Fahrgast mehr zu bringen. Das rechne sich nicht, weshalb die grossen Busse auch weiterhin abends und am Wochenende unterwegs sein werden. (rsc)

Erstellt: 19.09.2011, 10:10 Uhr

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Zweithäufigste Italienisch 1,9%
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Tertiärstufe 24%

Arbeit

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Beschäftigte im 2. Sektor 300
Beschäftigte im 3. Sektor 803
Betriebe im 1. Sektor 49
Betriebe im 2. Sektor 36
Betriebe im 3. Sektor 88

Wohnen

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Wohneigentumsquote 51.4%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 7
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Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 14.3%
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Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 63%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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