«Esoterik hat die Religion abgelöst»
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Die von der Grütnerin Angelika E. Meier organisierte «Lebenskraft 2011», eine «Messe für Bewusstsein, Gesundheit, Lebenshilfe und Spiritualität» im Kongresshaus Zürich, startet nächsten Donnerstag, 3. März. Sie bietet 140 Gratisveranstaltungen, 25 Workshops und Seminare und 5 Symposien mit insgesamt 45 Referenten.
Darf man die Messe «Lebenskraft 2011» als Esoterikmesse bezeichnen?
Ich wehre mich nicht dagegen. Der Begriff «Esoterik» ist für mich nicht negativ besetzt. Er ist aber leider in Verruf geraten, da mit Angeboten unter dem Titel Esoterik Schindluderei getrieben wurde.
Was verstehen Sie unter Schindluderei?
Alles mögliche. Vielfach werden falsche Heilsversprechen gemacht. Dahinter steckt häufig profane Geldmacherei. Es gibt aber auch Grauzonen.
Erreichen Sie auch Leute, die nicht ohnehin schon in der Szene sind? Welche Motivation könnte einen solchen «Neuling» zu Ihrer Messe bringen?
Die Suche nach der Freiheit, aber auch eine spirituelle Suche. Die Menschen fragen sich über den Sinn des Lebens, was nach dem Tod passiert, woher das Leben kommt. Das sind Fragen, die früher die Religion beantwortete.
Sie sagen früher. Ist Religion mittlerweile durch die Esoterik abgelöst worden?
Ja, ich denke schon. Denn die Religion ist stehen geblieben. Dadurch erhielt die Esoterik mehr Platz. Allerdings gab es schon immer in sämtlichen Weltreligionen esoterische Bewegungen. Im Christentum beispielsweise waren das die Rosenkreuzer oder die Freimaurer.
Erstellt: 26.02.2011, 09:00 Uhr



