Bezirk Hinwil
Die Fassungslosigkeit nach dem Brand
Wer hilft?
Ernst Spörri und Rosemarie Iten haben beim Brand ihren gesamten Hausrat verloren. Wer sie mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltmaschinen oder anderem unterstützen will, schreibt an ursula.spoerri@bluewin.ch.
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«In einer halben Stunde war alles weg», sagt Markus Litschi. Der 53-jährige Landwirt ist fassungslos. Am letzten Donnerstagabend hat auf seinem Hof oberhalb von Gibswil ein Feuer gewütet (wir berichteten). Während sein Sohn, seine Frau und sein Haus unversehrt blieben, wurden die Heuscheune, der Kälberstall, der Melkraum, der Maschinenpark und ein angrenzendes Wohnhaus komplett zerstört.
Am meisten schmerzt den Bauer der Verlust seiner Tiere: Er musste hilflos mit ansehen, wie der Stall abbrannte. Fünf Kälber und ein trächtiges Rind starben im Feuer. «Wenn wir eine Kuh in den Schlachthof geben, dann ist es nicht so schlimm, weil sie hoffentlich nicht leiden muss. Am Freitag aber habe ich meine Tiere schreien gehört, ohne dass ich noch etwas für sie tun konnte», sagt Litschi mit tränenerstickter Stimme.
Die Ursache des Feuers ist noch nicht geklärt. Sie wird zurzeit durch die Kantonspolizei Zürich abgeklärt. «Wir haben an jenem Abend mit einer Maschine Heu gepresst. Vielleicht hat das etwas mit dem Brand zu tun», sagt Litschi.
Erst vor einer Woche eingezogen
Neben seinem und dem seiner Familie hat das Feuer aber auch Rosemarie Itens und Ernst Spörris Leben verändert. Sie wohnten erst seit einer Woche im abgebrannten Wohnhaus – und verloren beim verheerenden Brand ihr ganzes Hab und Gut.
Erst vor einer Woche hatte der 28-jährige Chauffeur Spörri sein ganzes Hab und Gut ins Ghöch gefahren – darunter seine Modellbausätze, seine zwei Bartagamen und seine sieben Kaninchen. Mit seiner Freundin Rosemarie Iten wollte er an diesem Ort glücklich werden.
Doch es ist anders gekommen: Alle seine geliebten Tiere sind verbrannt. In einem Papiersack in der Garage liegen die Überreste der Kaninchen. Jene der beiden Echsen hat er noch nicht gefunden. Der Verlust seiner Tiere schmerzt ihn noch mehr als derjenige seines Hausrats. Die Habseligkeiten, durch die er sich jetzt in der Garage wühlt, sind nicht mehr zu gebrauchen. Die persönlichen Fotoalben des Paars sind versengt, die USB-Sticks unauffindbar.
«Das Feuer hatte eine riesige Zerstörungskraft. Und was es nicht kaputt gemacht hat, erledigte dann das Löschwasser», erzählt Spörris Mutter Ursula. «Noch am Freitagabend haben wir die letzten Bananenschachteln hergebracht. Hätten wir zugewartet, hätten wir diese Sachen jetzt noch», sagt Iten.
Wie es weiter geht, weiss das Paar noch nicht. Allerdings hat sich Markus Litschi für seine Mieter sofort nach einer anderen Wohnung umgeschaut. Und offenbar bereits eine gefunden.
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Erstellt: 11.07.2012, 21:32 Uhr
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