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Thomas Vogel: «Alles ist entweder verboten oder obligatorisch»

Von Gina Schuler. Aktualisiert am 02.08.2012

Zu viele Einschränkungen und zu wenig Eigenverantwortung: der FDP-Kantonsrat Thomas Vogel plädierte in Bäretswil für mehr Freiheit.

1/54 1. August 2012 im Bezirk Hinwil
In Bubikon war EDU-Kantonsrat Erich Vontobel als Gastredner geladen.
Bild: Urs Weisskopf

   

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Am 1. August werden die Unabhängigkeit, das Recht auf Selbstbestimmung, kurz: die Freiheit gefeiert. Und ebendiese Freiheit ist laut dem Festredner Thomas Vogel, dem FDP-Kantonsrat, bedroht. Eine Bedrohung die nicht von aussen, sondern von innen stattfinde. «In der Schweiz ist heute alles entweder verboten oder obligatorisch», sagt er auf dem Bauernhof der Familie Glaus.

Rückbesinnung auf traditionelle Werte

Die Schweiz habe eine regelrechte Verbotskultur entwickelt. Häufig provoziere ein einzelner Vorfall den Ruf nach einer generellen Regelung – in der meist völlig untauglichen Form eines Gesetzes. Wiederholt leidet die Gesamtheit am Fehlverhalten eines Einzelnen. Ähnlich sei es mit dem Obligatorischen. Durch das wachsende Geflecht von staatlichen Vorschriften wird die persönliche Selbstgestaltung jeden Individuums beeinträchtigt.

Um dieser Gesetzesflut Gegensteuer zu halten, besinnt der Festredner sich auf die Eigenverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger. Denn der Erhalt dieser individuellen Freiheit sei wichtig für die eigene Innovation, den Fortschritt und den Wohlstand. Am Schluss seiner Rede weist Vogel auch auf die abnehmende freiwillige Solidarität der Gesellschaft hin. Für eine zukünftig erfolgreiche Schweiz wünscht sich der Kantonsrat deshalb eine Rückbesinnung auf traditionelle Schweizer Werte: Zivilcourage, Risikobereitschaft und eine gelebte statt gesetzlich befohlene Solidarität.

Mehr zu den Bundesfeiern gibt es im Dossier und im ZO/AvU vom Donnerstag, 2. August. (ZO/AvU)

Erstellt: 01.08.2012, 22:17 Uhr

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