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Chefchirurgen «tauschen» Arbeitsort

Aktualisiert am 17.01.2012

Die Chefchirurgen der zwei Spitäler Wetzikon und Uster sind nicht mehr nur im eigenen Haus aktiv. Eine neue Kooperation macht einen Austausch möglich.

Ruedi Stieger (links), Chefchirurg im Spital Wetzikon, und Gian A. Melcher, Chefchirurg im Spital Uster, «tauschen» je nach Bedarf ihren Arbeitsort. (Bilder: zvg)

Ruedi Stieger (links), Chefchirurg im Spital Wetzikon, und Gian A. Melcher, Chefchirurg im Spital Uster, «tauschen» je nach Bedarf ihren Arbeitsort. (Bilder: zvg)

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Die beiden Chirurgie-Chefärzte Gian A. Melcher vom Spital Uster und Ruedi Stieger vom Spital Wetzikon der Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) sind seit Anfang Jahr auch als Belegarzt im jeweils anderen Spital tätig. Dies gaben die zwei Spitäler in einer gemeinsamen Medienmitteilung bekannt.

Folge der neuesten Spitalliste

Diese Neuerung ist auf die kantonale Spitalliste 2012 zurückzuf?hren. Beide Spitäler fungieren auf dieser jüngsten Ausgabe der Spitalliste und verfügen weiter über einen breiten Leistungsauftrag. Dem Spital Wetzikon wurde der Leistungsauftrag für Lungenchirurgie erteilt, derjenige für Enddarmchirurgie jedoch entzogen. Im Spital Uster kann die Enddarmchirurgie bei bösartigen Tumoren des Mastdarmes weiterhin durchgeführt werden, jedoch keine grössere Lungenchirurgie. Die Folge: Die beiden Spitäler haben mit dem jeweils anderen Chef-Chirurgen einen Belegarztvertrag vereinbart. «Diese Kooperation ergänzt unsere bestehende Zusammenarbeit in den Bereichen Brustkrebsbehandlung oder Einkauf und Logistik», erklären die Direktoren der beiden Spitäler Andreas Mühlemann (Uster) und Andreas Gattiker (Wetzikon).

Helfen bei Personalengpässen

Neu nimmt Gian A. Melcher ausgewählte lungenchirurgische Operationen in Wetzikon und Ruedi Stieger Operationen bei Mastdarmkrebs am Spital Uster vor. Die jeweiligen Operationen werden am entsprechenden Standort gemeinsam durchgeführt. Darüber hinaus soll laut Medienmitteilung «grundsätzlich bei temporären personellen oder infrastrukturellen Engpässen, zum Beispiel auf der Intensivstation, gegenseitig ausgeholfen werden». Dank dieser Art der Zusammenarbeit müssten «weniger Patienten in andere Regionen verlegt werden, und beide Spitäler kommen bei den Operationen auf die nötigen Fallzahlen». Damit wird laut den Verantwortlichen sowohl die geforderte Qualität bei operativen Eingriffen als auch der kantonale Leistungsauftrag erfüllt. (ehi)

Erstellt: 17.01.2012, 11:41 Uhr

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