Der Tote im Staldenweiher – Folge 25
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Handlung und Personen in diesem Sommerkrimi sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
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So, Bettoni, jetzt erzähl doch mal.» Karl Gisliker setzte sich auf die Tischkante im Verhörzimmer und blickte Bettoni auffordernd an. «Du wolltest also den Journalisten Döbeli ermorden?» Bettoni antwortete mit einem gequälten Lächeln: «Ach wo, ich wollte dem Burschen bloss etwas Angst einjagen. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich diesen Möchtegerndetektiv einbetonieren wollte?» «Warum sonst hast du Döbeli gefesselt und mitten in der Nacht Beton angerührt?» «Ich wollte doch nur, dass der mit seinen Schnüffeleien aufhört», stiess Bettoni beinahe verzweifelt aus. Als er merkte, was er da gerade gesagt hatte, biss er sich auf die Lippe.
«So, so, Schnüffeleien», wiederholte Gisliker trocken. «Im Zusammenhang mit den Giftfässern vielleicht, die du im Staldenweiher versenkt hast?» «Wovon reden Sie?», fragte Bettoni. Er hatte sich wieder gefasst. «Von der illegalen Abfallentsorgung, die du betrieben hast», sagte Gisliker scharf und fuhr dann in gemässigtem Tonfall fort: «Was ich ja verstehen kann, wenn man sieht, wie schlecht dein Baugeschäft in letzter Zeit gelaufen ist.» Bettoni schaute Gisliker überrascht an: Woher wussten die das alles? «Weisst du, auch wir von der Kapo können recherchieren», sagte Gisliker beinahe etwas beleidigt. Bettoni schnaufte laut. «Ist ja gut», sagte er, während er sich den Schweiss von der Stirn tupfte. «Die Fässer sind von mir. Sie hätten nie an die Oberfläche kommen sollen.»
Gut», sagte Gisliker und kritzelte etwas auf seinen Notizblock. Dann setzte er sich näher zum Bauunternehmer. «Wo wir doch gerade bei Geständnissen sind: Warum gibst du nicht zu, dass du Dügglinger an jenem Abend am Staldenweiher ermordet hast?» Bettoni schnellte von seinem Stuhl hoch: «Was? Was, nein, das stimmt nicht!» Schweisstropfen fielen von seiner Stirn auf den Tisch. Gisliker drückte Bettoni in seinen Stuhl zurück. «Wir wissen, dass du Dügglinger an jenem Abend am Staldenweiher getroffen hast», sagte er. «Ja, nein, ich habe Dügglinger nicht umgebracht», Bettoni wurde immer lauter. «Wirklich, das müssen Sie mir glauben.» «Welchen Grund gab es sonst, Dügglinger in der Nacht zum Staldenweiher zu bestellen? Er hat wohl damit gedroht, dich zu verpfeifen.» «Porca miseria», fluchte Bettoni. «Ihr versteht ja gar nichts. Ich habe Dügglinger getroffen, damit er mir hilft, die Fässer zu entsorgen.» «Und dann hast du ihn ertränkt», ergänzte Gisliker. «Nein, das habe ich nicht», widersprach Bettoni heftig. «Als ich mich von ihm verabschiedete, war er noch putzmunter.» Gisliker hob die Augenbrauen, blickte Bettoni lange an und kritzelte erneut etwas auf seinen Block. Dann verliess der Polizist das Verhörzimmer. Zurück blieb ein nassgeschwitzter Bettoni. Seine Augen flackerten.
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(ala)Erstellt: 14.08.2012, 20:37 Uhr
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