Bezirk Pfäffikon
Der Tote im Staldenweiher – Folge 11
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Hinweis
Handlung und Personen in diesem Sommerkrimi sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
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Panisch warf Tristan Döbeli den Kanister ans Ufer und rannte hinterher. Im Schweinweferlicht des Suzukis musterte er seine Hände. Wie giftig konnte das Zeug sein? Waren seine Füsse nicht auch mit dem Wasser in Kontakt geraten? Döbeli hörte den Bach neben sich plätschern. Er schlüpfte aus seinen Kleidern, warf sich der Länge nach hinein und rubbelte sich ab so gut es ging. Mit zittrigen Fingern zückte er sein Handy und scrollte die gespeicherten Namen auf und ab. Bei «Bommeler» verharrte er.
Nachdem Döbeli es zweimal durchläuten lassen hatte, nahm der Dorfpolizist ab. «Gopferteli», krächzte er durch den Hörer. «Wissen Sie, wie spät es ist? Es läuft gerade Tatort!»
***
Bommeler empfing Döbeli im Halblicht der Strassenlampe auf der Haustreppe. Der Bauch des Dorfpolizisten wölbte sich unter dem Unterhemd, die Pyjama-Hose leistete verzweifelt Widerstand. In der Linken hielt Bommeler eine halbvolle Bierflasche, in der Rechten die Fernbedienung. Im Schutz des Türrahmens stand seine Frau Martha. «Stell mir noch ein Bier auf den TV-Tisch», rief Bommeler. Martha gehorchte, die Männer verschwanden schweigend im Bad.
Bommeler begutachtete Döbelis Hände und Füsse. «Ich sehe gar nichts», befand er. Sie setzten sich auf den Rand der Badewanne und starrten auf die Kacheln. «Döbeli», fing Bommeler schliesslich an. «Lass uns Gopferteli noch mal an den Weiher fahren. Sofort.» Döbeli sah ihn lange an. Eigentlich kannte er Bommeler kaum, dachte er sich. Dann nickte er zögernd.
Der Dorfpolizist packte Döbeli am Arm und und bugsierte ihn zur Tür. «Wir fahren spazieren, Martha. Stell das Bier wieder kalt und mach mir ein Fleischkäsebrot!» Die angefangene Flasche nahm er mit.
***
Während der Fahrt sprachen die beiden kein Wort. Als Döbeli den Suzuki am Ufer des Staldenweihers ausgerichtet hatte, trank Bommeler sein Bier in einem Zug leer, ging zum Weiher und füllte die Flasche. «Wasserprobe.» Dann holte er seine Fischerhose vom Rücksitz, schnappte sich einen Stock am Ufer und klatschte sich mit beiden Händen auf den Bauch. «Dann mal los! Worauf wartetst du, Döbeli? Ins Wasser mit dir!»
Bommeler wühlte wie ein Wildschwein im Weihergrund, während Döbeli sich bis auf die Unterhose auszog. Noch bevor er im Wasser war, heulte der Dorfpolizist auf. «Ich hab einen!», rief er und stemmte den Kanister hoch. Döbeli wunderte sich über den erwachten Ehrgeiz Bommelers. Noch mehr erstaunte ihn die Tatsache, dass die Plastikbehälter so nahe am Ufer und offenbar schlecht versteckt lagen. «Vielleicht haben die Kantonspolizisten sie bei der Spurensicherung freigelegt», sagte er zu Bommeler. «Ich wette ein Fass Bier darauf, dass die einfach darüber gestolpert sind», fand dieser. Er strahlte, als er die Nummer der Kapo auf seinem Handy wählte.
Haben Sie eine Idee, wie es weitergehen soll? Schicken Sie uns Ihren Vorschlag!
Wie soll es weitergehen?
(yba)Erstellt: 26.07.2012, 18:58 Uhr
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