Bezirk Hinwil

  • Bezirk Hinwil
  • Bezirk Uster
  • Bezirk Pfäffikon
  • Blaulicht
  • Sport
  • Überregional
  • Agenda
  • Life

Unwetter richtete Schäden von mehreren 100'000 Franken an

Aktualisiert am 29.07.2011

Mit ungewöhnlicher Heftigkeit zog am Mittwochabend ein Gewitter über das Oberland und brachte gewaltige Regenmengen mit sich. Am Tag danach sind die Spuren davon noch immer zu sehen. Die Schäden belaufen sich auf mehrere 100'000 Franken.

1/48 Am 27. Juli 2011 zog ein heftiges Gewitter über das Oberland
Unwetterschäden in Rüti.
Leserbild: Frau Dönni

   

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

«Nass»: Wer den Rütner Feuerwehrkommandanten Jürg Radtke nach dem Einsatz vom Mittwoch fragt, erhält eine kurze Antwort. Seine Leute seien insgesamt 52 Mal ausgerückt. Die meisten der Einsätze betrafen überflutete Keller. Bis zu zwei Meter hoch sei das Wasser zuweilen gestanden, berichtet Radtke.

Die Feuerwehr stand bis am frühen Donnerstagmorgen um drei Uhr im Einsatz. Und nach wenigen Stunden Schlaf mussten am Vormittag noch einige Keller ausgepumpt werden.

«Jahrhundertwasser»

Der Schaden ist für Radtke schwer einzuschätzen. Aber er sei beträchtlich. Mehrere Tiefgaragen seien überflutet worden, parkierte Autos erlitten Schäden. Viele hätten nicht auf die Feuerwehr gewartet, sondern ihre Keller selbst ausgepumpt. Radtke schätzt, dass 80 bis 90 Keller überflutet wurden.

In seinen 16 Jahren bei der Feuerwehr habe er nie etwas derartiges erlebt, sagt Radtke. Der Kommandant spricht von einem «Jahrhunderwasser» für Rüti. Der grösste Schaden habe die Siedlung Rosenberg erlitten.

«Radio Zürisee» berichtet derweil von Schäden in der Höhe von «mehreren 100'000 Franken». Dies habe eine Umfrage bei den am stärksten betroffenen Gemeinden Dürnten, Rüti und Wald ergeben.

50 Liter in einer Stunde

Der Wetterdienst «Meteomedia» meldet, dass in Rüti 77 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen seien, etwa die Hälfte des im Juli üblichen Niederschlags. Innert einer Stunde fielen 51 Liter vom Himmel. Ab 25 Liter pro Stunde sei gemeinhin mit Erdrutschen und Überflutungen zu rechnen.

Setzlinge vernichtet

Besonders hart traf es die Staudengärtnerei von Bruno Schaufelberger in Tann: Ein halber Meter hoher Bach sei über die Pflanzen geflossen, sagt Schaufelberger in einem Bericht von «Tele Züri». Das Wasser hat in den Staudenkulturen ein Chaos angerichtet. Der Schaden belaufe sich auf mehre 10'000 wenn nicht gar mehrere 100'000 Franken. Auch die Bewässerungsanlage wurde beschädigt. Die Aufräumarbeiten würden noch Tage andauern, so Schaufelberger. (mvl/rsc)

Erstellt: 28.07.2011, 19:10 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

© ZO-Online 2011 Alle Rechte vorbehalten