Samichlaus Gast am Weihnachtsmarkt

Aktualisiert am 14.12.2008

Im Zürcher Oberland ist Weihnachtsmarkt-Zeit. Der Erlebnisbericht einer Journalistin.

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Das Angebot an den Marktständen ist sehr unterschiedlich, stammt aber in der Regel aus der näheren Umgebung. Selber gestrickte Wollsocken und Schals in bunten Farben, neben Filzpantoffeln und Plachentaschen, gibt es genau so wie Krippenfiguren, Kerzen und Holzspielzeug aus dem Tösstal.

 

Gottfried Kunz aus Mönchaltorf hat an seinem Stand eine breite Palette an selber geflochtenen Korbwaren aller Art. Von Blumenübertöpfen bis hin zu Wäschekörben nach Mass und der Gartenbank auf Bestellung, gibt es bei ihm alles zu kaufen. «Seit rund 25 Jahren beschäftige ich mich fast ausschliesslich mit Korbwaren», erzählt er mit Stolz in der Stimme. Diverse Dorfvereine beteiligen sich mit eigenen Ständen oder gemütlichen Festzelten am Weihnachtsmarkt. So sammeln sich beim CEVI-Stand die Kindergruppen, um beim «Päcklifischen» ihr Glück zu versuchen. Sie knien im Kreis auf Strohballen, um mit viel Geduld, ein bunt eingepacktes Päckli mit der Angel zu erwischen und hochzuziehen.

Caritativer Gedanke zu Weihnachten

Die autarke Gruppierung des Verkehrsvereins Gossau, genannt «Pro Gossau», macht den Weihnachtsmarkt möglich. Mit dem erzielten Ertrag aus dem Markt unterstützen sie jeweils unterschiedliche Familien- und Jugendforen in der Gemeinde. Einige Stände am Weihnachtsmarkt unterstützen mit ihren Einnahmen einen guten Zweck. So auch das CreAtelier von Helen Waldmeier aus Bertschikon. Bei der Aktion «Warme Füsse» geht der Erlös von den verkauften «Chriesisteisäckli» zur Unterstützung an zwei Patenschaften von Kindern in Armenien.

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Leckere Düfte ziehen durch die Luft

Was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne kulinarische Köstlichkeiten. Von der Bratwurst, dem Knoblauchbrot bis hin zu süssen Backwaren gibt es für jeden Geschmack etwas. Bei dem recht sonnigen, jedoch kühlen Wetter, gehören auch Glühwein, Jagertee und Punsch durchaus dazu. An den Ständen gibt es selber gebackene Guetzli von der Pfadi und professionell dekorierte Lebkuchenherzen mit allerlei Sprüchen wie «Für's liebe Grosi» darauf.

 

Biologisch hergestellte Nudeln und Saucen in verschiedenen Geschmacksrichtungen lockten viele Besucher an. Im Gemeindehaus bot sich die Gelegenheit, bei einem Kaffee die kalten Füsse aufzutauen und gemütlich mit Bekannten zusammen zu sitzen. Die jüngeren Kinder konnten sich zu jeder vollen Stunde in der Bibliothek versammeln, um sich eine Geschichte anzuhören.

Der Samichlaus als Gast

Kurz nach dem Mittag kündigte sich der Samichlaus an. Mit Ross und Wagen fuhr er vor, um sich die Sprüchlein der Kinder anzuhören. «Samichlaus du liebe Maa, gäll ich muess kei Ruete ha», so tönte es schon bald am Rande des Weihnachtsmarktes. Mit viel Geduld nahm sich der bärtige Mann mit dem glitzernden Bischofsstab in der Hand auch für die Kleinsten Zeit und verteilte leckere «Gritibänzen» als Geschenk. Wer sich traute, durfte mit dem Samichlaus zusammen sogar eine

Erstellt: 14.12.2008, 09:00 Uhr




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