Interne Untersuchungen zum Pfäffiker Doppelmord
Von Ernst Hilfiker. Aktualisiert am 06.09.2011 39 Kommentare
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So wie es heute aussieht, war das, was am Mittag des 15. Augustes auf offener Strasse in Pfäffikon passierte, eine gezielte Hinrichtung: Ein 59-jähriger Kosovare erschoss zuerst seine 52-jährige Ehefrau, danach die 48-jährige Leiterin des örtlichen Sozialamtes. Das Gericht dürfte diese Tat dereinst als Doppelmord einstufen, da die Anfangs-These, dass die 48-Jährige ein Zufallsopfer war, offenbar nicht mehr zu halten ist. Als Motiv gab der nach der Schusssabgabe verhaftete Mann an, seine Frau habe sich von ihm trennen wollen, und vom Sozialamt habe er zuwenig Geld erhalten.
Was alles sich vor diesem Drama abgespielt hat, das wird man aber allerfrühestens 2012 erfahren. Denn die Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt dauern einerseits viele Monate lang; unter anderem, weil ein ausführliches psychiatrisches Gutachen über den Täter erstellt werden muss.
Taktische «Info-Sperre»
Andererseits ist nicht damit zu rechnen, dass vor der Anklageerhebung neue Erkenntnisse öffentlich bekanntgegeben werden. «Während der laufenden Untersuchung wird aus untersuchungstaktischen Gründen nichts weiteres kommuniziert», sagte der zuständige Staatsanwalt dieser Tage gegenüber dem ZO/AvU.
Abklärungen in Uster
Doch nicht nur bei der für die Fallaufklärung zuständigen, auf Gewaltdelikte spezialisierten kantonalen Staatsanwaltschaft IV in Zürich wird ermittelt: Auch bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland in Uster ist das Ereignis ein Thema. Hier läuft nämlich laut Corinne Bouvard, Mediensprecherin der Oberstaatsanwalschaft, «ein aufsichtsrechtliches Verfahren». In diesem Verfahren soll «vertieft abgeklärt werden», ob es in Uster, wo man sich im Juli mit dem 59-jährigen Kosovaren wegen häuslicher Gewalt beschäftigt hatte, zu Versäumissen gekommen ist. Zudem will man herausfinden, ob – primär auf die organisatorischen Abläufe bezogen – irgendwo sofortiger Änderungsbedarf besteht.
Diese interne Überprüfung entspricht auch einer Forderung der SVP des Kantons Zürich. Die Partei verlangte schon kurz nach der Tat, dass «die Verantwortlichkeiten geklärt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen».
Und Abklärungen sind derzeit auch bei der Kantonspolizei Zürich im Gang. Dort hat man gemäss Mediensprecher Werner Benz zwar «nach unserer vorläufigen Beurteilung keinen Verstoss gegen Richtlinien festgestellt». Dennoch habe der Kommandant «eine interne Untersuchung zur Überprüfung der Abläufe veranlasst».
Wann Resultate der Untersuchungen bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland und der Kantonspolizei zu erwarten sind, lässt sich noch nicht exakt sagen. Laut Recherchen dieser Zeitung dürften die Ergebnisse aber schon in wenigen Wochen vorliegen.
Gemeindehaus ist sicher
Ihre internen Abklärungen bereits beendet hat einzig die Gemeindeverwaltung Pfäffikon. Ein externer Fachmann hatte nach der Tat die Sicherheitssituation im Gemeindehaus überprüft. Dabei zeigte sich «nichts Zwingendes», das man ändern müsste, jedoch zwei, drei Optimierungsmöglichkeiten, erklärte Gemeindeschreiber Hanspeter Thoma auf Anfrage. Ein an sich positives Urteil – doch die Bescheinigung, dass man im Haus für die Sicherheit alles tat, was Sinn macht, kann die gemäss Thoma immer noch herrschende Trauer über den Tod einer Mitarbeiterin der Verwaltung auch nicht nachhaltig lindern. (ZO/AvU)
Erstellt: 05.09.2011, 20:11 Uhr
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39 Kommentare
Nach dieser schrecklichen Bluttat ist es nun noch wichtiger, dass wir die Initiative der SVP "Masseneinwanderung stoppen" unterschreiben. Damit können wir einen Beitrag dazu leisten, dass es in Zukunft nicht noch mehr solcher Verbrechen gibt. Ausländerkriminalität darf nicht zur Tagesordnung gehören. Antworten


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