«Solar Impulse» simuliert 72-Stunden-Flug
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Vom 21. bis 24. Februar simuliert Solar Impulse einen 72-Stunden Flug in einer originalgetreuen Nachbildung des Cockpits des derzeit im Bau befindlichen zweiten Flugzeugs. André Borschberg wird sich den körperlichen Herausforderung eines mehrtägigen ununterbrochenen Flugs stellen sowie Design und Konfiguration des Cockpits testen.
Ziel dieser Flugsimulation sei unter anderem, Erkenntnisse im Umgang mit den lebensnotwendigen Bedürfnissen des Piloten während eines Langzeitfluges zu gewinnen, heisst es in einer Mitteilung. Für den Luftfahrtbereich gebe es nur wenige Erfahrungswerte zur Handhabung von Ermüdung und Ernährung. Die Simulation ermögliche es dem Solar Impulse Team, die verschiedenen Konzepte zu testen.
Weiter ermöglicht die Simulation, das Konzept des Cockpits des Flugzeugs zu überprüfen, mit dem im Jahr 2014 die Weltumrundung erfolgen soll. Das momentan im Bau befindliche zweite Flugzeug müsse zwingend über ein grösseres und ergonomischeres Cockpit als der Prototyp verfügen, damit Bertrand Piccard und André Borschberg die mehrtägigen ununterbrochenen Flüge überstehen und die notwendige Ausrüstung an Bord nehmen können, heisst es weiter.
Einzigartiges Cockpit für Weltrekordversuch
Ärzte der Hirslanden Gruppe begleiten das Designteam von Solar Impulse, um das Cockpit so ergonomisch wie möglich zu gestalten. Lantal stellt Solar Impulse sein revolutionäres pneumatisches Komfortsystem zur Verfügung und entwickelt einen speziellen Sitz, der den Bewegungen des Piloten entspricht und ihm auch die Verrichtung seiner Notdurft ermöglicht. Nestlé Health Science erarbeitet mit jedem Piloten ein auf dessen physiologische Bedürfnisse angepasstes Ernährungsprogramm.
Bertrand Piccard und André Borschberg entwickeln ihre individuelle, auf ihre Rhythmen und Bedürfnisse abgestimmte Erholungsstrategie, um trotz Ermüdung wachsam und konzentriert auf das Verhalten des Flugzeugs reagieren zu können. Die EPFL und Hirslanden unterstützen sie bei der Erarbeitung dieser Strategie und begleiten die gesamte Simulation, um Konzentrations- und Ermüdungsniveau des Piloten durch spezielle und regelmässige Tests fortlaufend zu untersuchen. Dabei wird auch die Interaktion mit dem Missionteam ein entscheidendes Element sein, und es werden bei dieser Gelegenheit verschiedene Abläufe getestet. (kes)
Erstellt: 20.02.2012, 07:55 Uhr
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